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Fleisch zu teuer oder zu billig?

Während die die EU-Statistikbehörde Eurostat Österreich bei Essen und Trinken das dritthöchste Preisniveau hinter Dänemark und Schweden bescheinigt, fordern deutsche Grüne ein Verbot von Dumpingpreisen für Fleisch.

Österreich ist innerhalb der EU ein teures Pflaster, wenn es um die Ausgaben für Essen und Trinken geht. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten hierzulande im Jahr 2015 um 20 Prozent mehr als im Durchschnitt der EU, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. Damit hatte Österreich das dritthöchste Preisniveau hinter Dänemark und Schweden. Betrachtet man die Ausgaben für Brot und Getreideerzeugnisse (36 Prozent über dem EU-Schnitt) sowie Fleisch (32 Prozent über EU-Schnitt), ist Österreich im Vergleich mit 28 EU-Ländern sogar am zweitteuersten. Lediglich in Dänemark ist Brot und Fleisch noch teurer.

Das steht allerdings in krassem Widerspruch zu den vielen Billigangeboten bei Fleisch, die nicht nur in Österreich kritisiert werden. Die Grünen im Deutschen Bundestag fordern ein Ende extremer Billigfleisch-Angebote im Supermarkt. „Wir brauchen Mindestpreise und müssen Dumpingpreise verbieten“, sagte Agrarexperte Friedrich Ostendorff, „für 2,99 Euro kann niemand ein Kotelett gewinnbringend produzieren, bei dem es dem Tier auch noch gut gegangen ist.” Tierwohl und Qualität seien so nicht möglich. Der Handel sage selbst, dass 70 Prozent der Fleischmenge im Supermarkt verramscht werde und im Sonderangebot erhältlich sei.

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