Zwei Lohnverhandlungsrunden – und kein Ergebnis. Ich mo?chte mich hier fu?r die fairen und offenen Gespra?che bedanken. Aber eines ist auch klar: Ich stelle mich auf lange und za?he Verhandlungen ein. Natu?rlich sind auch die Sozialpartner bemu?ht, ein gutes Ergebnis zu erzielen – das ist legitim. Doch unsere Betriebe stehen mit dem Ru?cken zur Wand. Wir ko?nnen nicht mehr. Die Rahmenbedingungen verschlechtern sich seit Jahren. Die Politik hat es geschafft, den Standort O?sterreich massiv zu schwa?chen. Und ich sage das ganz deutlich: Wir haben das dritte Jahr in Folge eine Rezession. Und Rezession heißt nichts anderes als Wohlstandsverlust – fu?r die Bevo?lkerung, fu?r die Wirtschaft. Wer dabei auf der Strecke bleibt, sind unsere Betriebe.
Immer mehr Lebensmittel
Heute kommen immer mehr Lebensmittel aus Deutschland. Warum? Weil dort die Inflation niedriger ist, die Produktionskosten geringer sind und die Belastung fu?r Unternehmen nicht in diesem Ausmaß besteht. In O?sterreich hatten wir in den letzten drei Jahren 21 Prozent (!) an Lohnerho?hungen. Und die Schere o?ffnet sich weiter. Wir stehen zu fairen Lo?hnen – aber sie mu?ssen fu?r beide Seiten leistbar bleiben. Es geht nicht ums Nichtwollen, es geht ums Nichtko?nnen. Wenn immer mehr Ware importiert wird und gleichzeitig die Kosten fu?r heimische Produktion explodieren, verlieren wir unsere gesamte wirtschaftliche Grundlage.
Was jetzt zu tun ist? Wir mu?ssen alle gemeinsam – und vor allem gemeinsam mit einer Regierung, die jetzt wirklich in der Pflicht steht – daran arbeiten, dass O?sterreich als Produktionsstandort wieder attraktiv wird.
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