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EU-Schweinemarkt: Talsohle scheint erreicht

Der aktuelle, zu den tiefsten der letzten zehn Jahre zählende Preis, scheint nun ausreichend Kaufanreiz für die gesamte Fleischbranche zu sein. 10 % und mehr als zuletzt wird bestellt, denn bei diesem tiefen Preisniveau kann weder für das Weihnachtsgeschäft noch für die im Jänner startende, geförderte Einlagerung (PLH) etwas schief gehen.

In Deutschland (+/-0,00) zeigte die Erzeugerseite bereits wieder Ambitionen auf Preisanstieg. Diesem Ansinnen hielten die Abnehmer jedoch Hauspreisandrohungen entgegen. Nach wochenlanger Abstinenz stieg auch die französische Schweinebörse wieder ins offizielle Preisbildungsgeschehen ein. Der Neustartkurs mit 1,075 Euro ist allerdings ernüchternd und liegt gemeinsam mit spanischen Notierungen klar unter anderen EU-Ländern.

Auch in Österreich ist seit den stabileren Verhältnissen die Motivation auf allen Stufen zurückgekehrt. Trotzdem wird es noch dauern, bis die zuletzt angewachsenen Überhänge abgebaut sind. Die fragliche Zukunft des Fleischunternehmens Schirnhofer in der Steiermark, infolge der Insolvenz der Lebensmittelkette Zielpunkt, sowie die Unklarheit bezüglich der Fortführung eines Schweineschlachthofes in Adlwang in OÖ, beherrscht aktuell die Diskussion in der heimischen Fleischwirtschaft. Auch dieser Umstand ist einem beschleunigten Rückstauabbau nicht zuträglich. Trotzdem konnte an der Schweinebörse eine einvernehmliche Fixierung auf unverändert 1,23 Euro erzielt werden.

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