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Bregenz: Cyril Schmuck gibt mit Anfang Juni sein Fleischerei-Geschäft auf

Immer mehr Metzgereien schließen in Vorarlberg ihre Pforten.

Fleischereisterben im Ländle

Die Zeiten wo man an jeder Ecke bei einem guten Metzger ein frisches Wurstsemmerl kaufen konnte sind überall längst vorbei. So auch in Vorarlberg. Allein im Bregenzer Raum werden heuer drei Betriebe zusperren. Das ist vor allem der Problematik der Nachfolger- und Personalfindung zuzuschreiben. Allerdings tragen auch die komplizierten behördlichen Auflagen zum Metzgereisterben im Ländle bei.

Traditionsmetzgerei Schmuck sperrt zu

Die auch über die Grenzen Vorarlbergs bekannte und beliebte Metzgerei Schmuck in Bregenz wird in allernächster Zeit ihre Pforten schließen. Grund dafür ist scheinbar der neu eingezogene, über dem Geschäft wohnende Nachbar – den der Betrieb stört. Eine damit verbunden Genehmigung scheint da auch zu fehlen. Obwohl Cyril Schmuck seine Metzgerei in der Bregenzer Gallusstraße seit bereits 18 Jahren so betreibt, scheint es derzeit unmöglich zu sein die benötigte Genehmigung von der Bezirkshauptmannschaft zu erhalten. So muss Fleischer Schmuck mit Ende Juni den Standort auflassen.

Kein neues Geschäft für Cyril Schmuck

Und da Metzger Schmuck die behördlichen Auflagen als schier unerfüllbar empfindet, wird er, wie es ausschaut, auch an keinem anderen Standort ein neues Geschäft eröffnen. Die Vorarlberger Wirtschaftskammer versucht zwar zwischen Metzger und BH zu vermitteln, bezeichnet aber die geforderten Auflagen auch als recht schwierig zu erfüllen.

Christof Klopfer befürchtet, dass bald keine neuen Metzgereien in Vorarlberg mehr öffnen werden. © Klopfer

Gibt es bald gar keine kleinen Metzgereien mehr?

Den Fall Schmuck mag man als Einzelfall empfinden, doch gibt es landesweit weitere, große Herausforderungen vor denen die Branche steht. Es fehlt an qualifiziertem Personal und die Konkurrenz der Branchen mit weniger schwerer Arbeit ist groß. So hat zum Beispiel in Lauterbach die dortige Metzgerei Klopfer nur noch am Vormittag geöffnet. Dazu meinte Innungsmeister-Stellvertreter Christof Klopfer im ORF: „Die Großbetriebe ziehen oft die Lehrlinge ab, weil sie natürlich attraktivere Bedingungen bieten können“. Auch befürchtet Christof Klopfer, dass unter den gegebenen Umständen wohl kaum neue Metzgereien im Ländle eröffnen werden.

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