Biiiiep!“, das macht’s im Normalfall mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit, wenn ein Strichcode u?ber die Scannerkassa gezogen wird. Dennoch gibt es von Zeit zu Zeit aber auch ein paar „Spezialfa?lle“, bei denen es plo?tzlich nicht funktioniert und die Kassenmitarbeiter die GTIN (Global Trade Item Number – die Nummer unter den Strichen) manuell eingeben mu?ssen. Bei diesen seltenen Fa?llen handelt es sich ha?ufig um Produkte aus dem Bereich Frische und Ultrafrische wie etwa Fleisch, Obst und Gemu?se. A?ußere Einflu?sse wie Ka?lte, Feuchtigkeit, unebene Fla?chen oder Platzmangel werden bei der Lesbarkeit der Produktetike!en hier zur echten Herausforderung.
Sinkende Fehlerquote, mehr Zeit
Genau dieser hat sich METRO O?sterreich im vergangenen Jahr angenommen. Warum, erkla?rt Martin Sednik, Senior Department Manager Master Data & Space Management bei METRO: „Kundenzufriedenheit steht fu?r uns an oberster Stelle. Um Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden, war es uns ein Anliegen, die Lesbarkeit und Effzienz der Produktetiketten zu verbessern.“ Die Lo?sung: Die Einfu?hrung des 2D-Codes GS1 DataMatrix bei eben jenen sensiblen Produktgruppen aus dem Frische- und Ultrafrischebereich. „Ein echter Gamechanger“, wie Martin Sednik bereits nach kurzer Zeit besta?tigen kann.
„Der GS1 DataMatrix speichert im Grunde die gleichen Informationen wie der GS1-128- Strichcode – nur dass er noch viele zusa?tzliche Vorteile bietet“, erkla?rt Sednik. Es passen mehr Daten auf weniger Raum, sie ko?nnen schneller und zuverla?ssiger gelesen werden. „Schnellere Scanvorga?nge optimieren den Checkout-Prozess. Es kommt zu ku?rzeren Warteschlangen und weniger Einkaufsabbru?chen“, so Sednik.
Die Zahlen sprechen fu?r sich: 40 % weniger Fehler, 98,3 % aller Scans sind nun an der Kasse problemlos und rasch lesbar. „Schon allein wenn das Glattstreichen des Etiketts an der Kasse wegfa?llt, ist das in Summe gesehen ein wesentlicher zeitlicher Vorteil.“ Als ebenso wesentlichen Vorteil erwa?hnt Martin Sednik auch noch den Platzbedarf: „Je kleiner das Produkt ist, desto interessanter wird auch ein kleinerer Code. Damit bleibt mehr Platz fu?rs Marketing, was auch im Interesse des Kunden sein mu?sste.“

Der 2D-Code GS1 DataMatrix sorgt bei METRO O?sterreich fu?r bessere Lesbarkeit und mehr Transparenz.© Beigestellt
Die ganze Lieferkette mitdenken
Bis zum ersten Einsatz des GS1 DataMatrix am POS leistete METRO O?sterreich mit der Unterstu?tzung der Standardisierungsorganisation GS1 Austria jede Menge Vorarbeit. Dabei setzte man auf drei wesentliche Sa?ulen: Lieferanten, Kassenpersonal und Hardware. Der Punkt „Hardware“ stellte sich als relativ problemlos heraus. Tischscanner, Handscanner, MDE-Gera?te und mPOS-Kassen wurden schon in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand gebracht.
Die restliche Energie und Arbeitsleistung flossen in die u?brigen zwei Punkte: Es galt, die Lieferanten und das Kassenpersonal ins Boot zu holen. Als besonders wesentlich erachtet Sednik hier, „dass die technischen Anforderungen u?ber die ganz Lieferkette hinweg beru?cksichtigt werden. Es ist fein, wenn es die Kasse am POS lesen kann, aber dazwischen gibt es noch Logistik und Lager. Da haben wir auch schon unsere Erfahrungen, dass die Ware zum Stillstand gekommen ist, weil nur 1D gelesen werden konnte. Man muss daher immer die ganze Kette mitdenken!“ Zum jetzigen Zeitpunkt sind bei METRO rund 40 bis 50 Prozent der Fleischartikel mit GS1 DataMatrix versehen.
Martin Sednik wu?nscht sich hier ku?nftig „eine noch gro?ßere Durchdringung, um auch die restlichen 1,7 Prozent fehlerhaften Transaktionen an den Kassen zu vermeiden. Die 100 % sind zum Greifen nah!“
2D-Codes die Zukunft der Strichcodes?
Egal, ob Konsumenten, Einzelhandel oder Beho?rden: Das Interesse an Produktinformationen entlang der gesamten Lieferkette steigt. 50 Jahre lang hat sich der klassische EAN-Code bewa?hrt. Jetzt bekommt er Unterstu?tzung. www.gs1.at/2d-codes
Optisch lassen sich die Codes auf den ersten Blick leicht voneinander unterscheiden. Doch auf den zweiten Blick gibt es einige interessante Unterscheidungsmerkmale:

EAN-13-Strichcode
- Kann nur eine 13-stellige Nummer z. B. GTIN (Global Trade Item Number) verschlu?sseln
- Von jeder Scannerkasse lesbar
- Weltweit eindeutig versta?ndlich und interoperabel
GS1 DataMatrix
- Neben der GS1-Artikelnummer (GTIN) ko?nnen auch Informationen wie das Verfallsdatum, Chargen- und Seriennummer verschlu?sselt werden
- Robuster und leichter lesbar
- Beno?tigt nur ein Drittel des Platzes eines linearen Strichcodes und kann daher auch auf kleinstem Raum direkt aufs Produkt gedruckt werden (z. B. bei medizinischen Produkten)
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Um es den Lieferanten leichter zu machen, entwarf METRO gemeinsam mit GS1 Austria „Das kleine Barcode-1×1 mit GS1“ einen Leitfaden fu?r Lieferanten zur Produktauszeichnung und Strichcodequalita?t.





