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Schmuckenschlager bleibt Präsident der LK NÖ – klare Botschaft für Herkunft, Versorgungssicherheit und Seuchenschutz

Johannes Schmuckenschlager wurde erneut zum Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich gewählt – mit Fokus auf Herkunftskennzeichnung, Versorgungssicherheit und Krisenresistenz.

Kein Führungswechsel – Kontinuität an der Spitze der LK NÖ

Nach der Wahl der Landwirtschaftskammer Niederösterreich am 9. März wurde Johannes Schmuckenschlager nun offiziell als Präsident bestätigt. Auch seine Stellvertreter Andrea Wagner und Lorenz Mayr bleiben im Amt. Die Angelobung erfolgte im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die dem Trio ihre volle Unterstützung zusicherte. Für die nächsten Jahre kündigte Schmuckenschlager einen klaren Fokus an: „Unser Arbeitsprogramm bis 2030 legt den Grundstein für eine starke und krisenfeste Landwirtschaft in Niederösterreich. Die Interessen unserer bäuerlichen Familienbetriebe stehen dabei an erster Stelle.“

Herkunftskennzeichnung als Schlüssel zur Zukunft

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich fordert seit Jahren eine verpflichtende und transparente Herkunftskennzeichnung – nicht nur bei Fleisch, sondern auch bei Backwaren, Milchprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln. Ziel ist es, die heimische Produktion abzusichern und Konsument*innen bewusst zu machen, woher ihre Lebensmittel stammen. Präsident Schmuckenschlager betont: „Nur durch klare Kennzeichnung können wir langfristig die Versorgungssicherheit und Wertschöpfung im eigenen Land garantieren.“ Diese Position deckt sich mit Forderungen aus der Fleischbranche, die ebenfalls auf regionale Herkunft setzen. Gerade Tierhaltung und Fleischprodukten rückt die Transparenz gegenüber Konsument*innen zunehmend in den Fokus.

Maul- und Klauenseuche: Gefahr aus dem Osten

Mit dem aktuellen Nachweis der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei und Ungarn rückt ein altbekannter Tierseuchenerreger wieder ins Zentrum agrarpolitischer Aufmerksamkeit. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich fordert ein konsequentes Schutzprogramm, um österreichische Tierhaltungsbetriebe zu schützen.

Geforderte Maßnahmen im Überblick

Maßnahme Beschreibung
Einfuhrverbot Kein Import von Tieren, Fleisch- und Milchprodukten aus betroffenen Regionen
Grenzkontrollen Desinfektionsmaßnahmen an Grenzen zu Ungarn und Slowakei
Aufklärung Kampagnen zur Sensibilisierung der Bevölkerung
Krisenkoordination Einrichtung eines Bundes- und Landeskrisenstabes
Wirtschaftshilfen Rasche Entschädigung betroffener Betriebe

Bürokratieabbau & Umweltleistungen als Anliegen

Neben Seuchenschutz und Herkunftskennzeichnung fordert die Kammer mehr Effizienz in der Verwaltung: Weniger Dokumentationspflichten, dafür mehr Zeit für produktive Arbeit. Gleichzeitig sollen Umwelt- und Klimaleistungen der bäuerlichen Betriebe – wie Humusaufbau, Biodiversität oder regionale Kreislaufwirtschaft – stärker abgegolten werden. „Unsere Land- und Forstwirtschaft leistet täglich einen Beitrag zum Klimaschutz. Diese Leistungen verdienen nicht nur Anerkennung, sondern auch faire Entlohnung“, so der Präsident.

Landwirtschaftskammer bleibt Nahversorger in der Beratung

Mit 21 Bezirksbauernkammern, hunderten Funktionär*innen und einem flächendeckenden Beratungsnetzwerk bleibt die LK NÖ eine zentrale Anlaufstelle für bäuerliche Betriebe. Ihre Expertise reicht von tierischer Produktion über Marktanalysen bis hin zu Fragen rund um Bäckereien und Fleischverarbeitung.Gerade für Fleischerinnen und Bäckerinnen bietet die Kammer praxisnahe Beratung, etwa bei der Produktkennzeichnung, Hygienevorschriften oder Förderungen.

Fazit: Geschlossenheit in herausfordernden Zeiten

Ob Seuchenschutz, Herkunftstransparenz oder Bürokratieabbau – das Präsidium der Landwirtschaftskammer NÖ setzt auf Stabilität mit klaren Zielen. Für alle, die Lebensmittel in Österreich herstellen und verarbeiten – von der Fleischerei über die Backstube bis zum Bauernhof – ist die politische Rückendeckung aus St. Pölten ein wichtiges Signal.

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