Alles begann mit einem Gewürzehandel
Gottfried Aigner gru?ndete im Jahr 1995 die Firma „Gottfried Aigner“ und startete als gelernter Fleischermit dem Handel von Gewu?rzen, Kunst- und Naturda?rmen sowie Zubeho?r fu?r Fleischereibetriebe.
Sohn Stefan Aigner stieg 1997 in den Betrieb mit ein und es wurde begonnen, auch Werkzeuge fu?r fleischverarbeitende Betriebe zu scha?rfen. In den folgenden Jahren wurde der Handel mit Produkten fu?r die Lebensmittelindustrie weitgehend eingestellt und das Team spezialisierte sich rein auf das Scha?rfen von Werkzeugen.
2015 u?bersiedelte der Betrieb von Mattsee in den neu errichteten Gewerbepark nach Seeham im Salzburger Flachgau. Mit einer Fla?che von rund 580 m2 ero?ffneten sich mit der neuen Halle viele neue Mo?glichkeiten und der Bereich zum Scha?rfen der Werkzeuge fu?r die Lebensmittelindustrie konnte seither laufend erweitert werden.

Der Maschinenpark bietet auf 580 m2 alles, was es zum Scha?rfen braucht. © Beigestellt
Der Maschinenpark von Aigner Schärftechnik
So kam zu den vorhandenen Planschleifmaschinen W300 fu?r Wolfscheiben und Wolfmesser schließlich eine automatische Schleif- und Poliermaschine B600 fu?r Kuttermesser. Die letzte Anschaffung bei den Schleifmaschinen fu?r Werkzeuge der Lebensmittelindustrie war eine Sichel- und Kreismesser-Schleifmaschine A95.
Alle genannten Maschinen stammen u?brigens aus dem Hause Knecht Maschinenbau. Einige weitere kleinere Maschinen, auf denen heute Rundmesser oder spezielle hinterschliffene Kreuzmesser pra?zise gescha?rft werden, kamen im Laufe der Zeit auch noch hinzu. Egal, ob vollautomatisch oder manuell – der derzeitige Maschinenpark ermo?glicht es dem Unternehmen einen Großteil der Werkzeuge fu?r die Lebensmittelindustrie professionell nachzuschleifen.
Wolfscheiben & Kreuzmesser
Diese Teile des Fleischwolfs werden auf zwei W300 gescha?rft. Eine dritte Maschine wurde nach einer Idee von Stefan Aigner speziell zum Bu?rsten (Entgraten) der geschliffenen Ware umgebaut.
Die verwendeten Schleifscheiben und Bu?rsten fu?r diese drei Maschinen werden speziell fu?r die Firma Aigner Scha?rftechnik GmbH & CoKG produziert. In vielen Versuchsreihen wurde das ideale Material mit der no?tigen Ha?rte und den besten Eigenschaften identifiziert, das einen mo?glichst geringen Materialabtrag verursacht, eine saubere Oberf la?che erzeugt und einen pra?zisen Schliff garantiert.
Die Werkstu?cke werden auf speziellen Aufnahmen mithilfe eines Zentrierstu?cks exakt positioniert. Fu?r optimale Schleifergebnisse gibt es zwei Vorschubgeschwindigkeiten und die Zustellung der Schleifscheibe erfolgt pra?zise und schonend. „Mit der W300 bearbeiten wir Wolfscheiben und Kreuzmesser. Beim Einsatz im Fleischwolf wird der Pressdruck auf das Rohmaterial durch pra?zise geschliffene Messer und Scheiben gesenkt. Exakt planparallele Anschliffe und eine hohe Oberfla?chenqualita?t bei Wolfscheiben und Messern ergeben ein klares Schnittbild. Dadurch werden die Fasern geschont und die Fleischstruktur bleibt erhalten“, erla?utert Stefan Aigner.
Kuttermesser, wie neu – dank Aigner Schärftechnik
Pro Woche laufen im Schnitt 250 bis 300 Kuttermesser u?ber die B600. „Wir mu?ssen die beste Qualita?t liefern, damit unsere Kunden fu?r ihre Kunden – also fu?r den Endverbraucher – die feinsten Wurstwaren produzieren ko?nnen. Darauf haben Messerprofil, Schneidwinkel sowie die Form und Scha?rfe des Kuttermessers großen Einfluss. Man muss sich vorstellen, dass die hohe Geschwindigkeit mit der die Messer im Kutter rotieren eine enorme mechanische Beanspruchung bedeutet. Und der Anschliff hat eine direkte Auswirkung auf die Bruchsicherheit der Messer“, so Stefan Aigner.
Die Schleifmaschine muss deshalb hohe Anspru?che erfu?llen: Sie muss den Erhalt der urspru?nglichen Messerform garantieren, winkelgenaue und exakte Anschliffe ermo?glichen und das vorgeschriebene Schneidprofil erhalten. Und natu?rlich muss sie auch noch wirtschaftlich sein – pro Schleifvorgang werden nur ca. 1,5-2,5 g Material abgetragen.
Nach dem Scha?rfvorgang wird jedes Messer gewogen, um eine Unwucht spa?ter im Kutter zu verhindern. Die Messer innerhalb eines Satzes du?rfen im Gewicht nur um +/- 0,8 g abweichen. Bei Kunden mit mehreren Sa?tzen wird jedes einzelne Messer mit einer Satznummer versehen, damit es nicht zu Verwechselungen kommen kann. Es gibt eine Vielzahl an Formen und Gro?ßen der Kuttermesser, mit geraden oder sichelfo?rmigen Schneiden, und mit den verschiedensten Anschliffwinkeln.
So wird das Team der Aigner Scha?rftechnik immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die es gerne annimmt! Lukas Korber, Bediener der B600, meint dazu: „Die Anzahl der Schleifprogramme auf der B600 ist unbegrenzt. Immer wieder bekommen wir neue Formen der Kuttermesser ins Haus, fu?r die wir in Zusammenarbeit mit den Technikern und Konstrukteuren der Fa. KNECHT Maschinenbau individuelle Schleifprogramme entwickeln.“
Slicer & Co
Das Bedu?rfnis nach hoher, gleichbleibender Produktqualita?t wa?chst stetig. Das erfordert gleichbleibende, reproduzierbare und winkelgenaue Schneidengeometrien der eingesetzten Schneidwerkzeuge.
Auf der vollautomatischen Schleifmaschine A95 werden Schneidwerkzeuge verschiedenster Maschinen bearbeitet, z. B. aus Hochleistungsslicern, Wu?rfel- und Streifenschneidern. Außerdem ko?nnen die verschiedensten Rundmesser auf dieser Maschine gescha?rft werden. Auch ein Neuverzahnen all dieser Messer ist mo?glich. Eine integrierte Lasermesseinrichtung misst und beru?cksichtigt geringste Abweichungen in der Planheit und Außenkontur der Messer.
Aigner Schärftechnik gewährleistet sicherer Transport
Damit die frisch gescha?rften Messer auch in bestem Zustand beim Kunden ankommen, werden individuell angepasste Transportboxen zur Verfu?gung gestellt. Mit einem oder mehreren Einlegebo?den und der entsprechenden Innenausstattung, um die Kuttermesser und Wolfteile sicher zu fixieren und ein „Herumrutschen“ zu vermeiden.
Als Alternative zu den Transportboxen gibt es im Betrieb auch eine Skinmaschine, die vor allem bei kleinen Stu?ckzahlen zum Einsatz kommt. Damit ko?nnen Werkzeuge sicher verschweißt werden und auch so wird verhindert, dass die frisch geschliffenen Klingen bescha?digt werden.
Beste Zusammenarbeit mit vielen Herstellern
Die Firma Aigner Scha?rftechnik GmbH & Co KG hat sich im Verlauf der vergangenen Jahre sehr darum bemu?ht, einen engen Kontakt und eine gute Verbindung zu den diversen Herstellern der Schneidwerkzeuge aufzubauen. Denn optimale Ergebnisse lassen sich zur erzielen, wenn alle an einem Strang ziehen. „Wir ko?nnen unseren Kunden nur dann ein gutes Produkt garantieren, mit dem sie auf Dauer zufrieden sind, wenn auch die Hersteller mit im Boot sitzen und wir Probleme gemeinsam angehen und Lo?sungen finden“, erkla?rt Stefan Aigner.
Alle Infos rund um die Leistungen der Aigner Scha?rftechnik GmbH & CoKG gibt es unter www.aigner-schaerftechnik.at



