Jede und jeder von uns hat unterschiedliche Erna?hrungsgewohnheiten. Diese unterscheiden sich einerseits in der Auswahl der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, aber auch in den Beweggru?nden, warum wir das tun. Vor allem wenn es um das Thema Fleischverzicht geht, haben Menschen eine Vielzahl an Beweggru?nden. Dennoch erna?hrt sich der Großteil der Menschen in O?sterreich omnivor, sie essen also alle Lebensmittel. Die zweitgro?ßte Gruppe bilden die sogenannten Flexitarier, die weniger ha?ufig Fleisch essen, dieses dann allerdings bewusst auswa?hlen oder auch gerne einmal zu pflanzlichen Alternativen greifen. Hier stellt sich nun die Frage: Hat es einen gesundheitlichen Mehrwert, statt zu Fleisch zu Fleischersatzprodukten zu greifen?

Fleisch in der Erna?hrung

Betrachtet man Fleisch aus gesundheitlicher Sicht, so ist es ein guter Proteinlieferant. Es hat eine gu?nstige Aminosa?urenzusammensetzung und Bioverfu?gbarkeit. Dadurch kann Fleisch vom Ko?rper in der Regel besser verwertet werden als Proteine aus pflanzlichen Lebensmitteln. Außerdem ist Fleisch eine Quelle fu?r B-Vitamine, Eisen, Selen und Zink. Wie bei den meisten anderen Lebensmitteln ha?ngt auch die gesundheitliche Wirkung von Fleisch stark von der verzehrten Menge und dem Verarbeitungsgrad des Produkts ab. Idealerweise sollten Erwachsene nicht mehr als drei Portionen Fleisch oder Wurstwaren pro Woche essen. Dies entspricht einer Menge zwischen 300 und 450 Gramm. Rotes Fleisch und Wurstwaren sollten mo?glichst selten konsumiert werden. Der Verzehr von Rind, Schwein, Schaf oder Ziege steht in Verdacht, die Entstehung von Krebszellen, vor allem im Dickdarm, zu begu?nstigen. Sta?rker ist dieser Zusammenhang bei verarbeitetem Fleisch, daher sollten Schinken, Speck und Salami nicht u?berma?ßig gegessen werden.

Sind Fleischersatzprodukte also eine Alternative?

Der Verarbeitungsgrad spielt auch bei Fleischersatzprodukten eine entscheidende Rolle. Denn die meisten Alternativprodukte za?hlen zu den stark verarbeiteten Lebensmitteln. Dies sind all jene Lebensmittel, die mehere Verarbeitungsschritte durchlaufen haben und viele Zutaten und Zusatzstoffe enthalten. Ob nun ein Fleischersatzprodukt im Rahmen einer gesundheitserhaltenden Erna?hrung empfehlenswert ist oder nicht, ha?ngt vor allem von dessen Zutaten und Na?hrstoffzusammensetzung ab. Stark verarbeitete Lebensmittel, gleichsam, ob fleischhaltig oder fleischlos, scheiden diesbezu?glich ha?ufig schlechter ab als weniger stark verarbeitete. Kritisch ist sowohl in Fleisch- als auch in Fleischersatzprodukten der oftmals hohe Salzgehalt. Fleischlose Alternativprodukte haben meist weniger Gesamtfett und oftmals deutlich weniger gesa?ttigte Fettsa?uren als tierische Fleischwaren. Dennoch sollte beim Kauf pflanzlicher Alternativen auf wenig verarbeitete Produkte wie Tofu, Seitan oder Tempeh zuru?ckgegriffen werden.
Ob man sich nun fu?r Fleisch oder die pflanzlichen Alternativen entscheidet: Kein Lebensmittel allein entha?lt alle Na?hrstoffe. Daher ist es am besten, die Erna?hrung so vielseitig und abwechslungsreich wie mo?glich zu gestalten. Abgesehen davon sollte die Auswahl der Lebensmittel generell auf mo?glichst frische und wenige hochverarbeitete Produkte fallen.

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