Mittlerweile gehört der „Radatzkymarsch“ am Tag der Käsekrainer auch für Wiener Touristen dazu. Dutzende folgten der Musik zum offiziellen Eröffnen der Grillsaison – diesmal mit Robert Palfrader, den viel mit Familie Radatz verbindet.

Handys und Kamera wurden reihenweise gezückt, als die Blaskapelle der BOKU die Kärntner Straße hinuntermarschierte. Der „fleischige“ Anlass dürfte nicht allen bewusst gewesen sein, doch das Kaiserwetter am „Tag der Käsekrainer“ hatte schon seine Richtigkeit. Denn immerhin wurde mit der Wurst-Standarte der Würstelstand „Zum Kaiser“ angesteuert. Und das natürlich zu den Klängen des bekannten – diesmal leicht umgetauften – „Radatzkymarschs“. Denn immerhin ehrte die Fleischerei Radatz am 30. April die Monarchin der Grillwürste: 13 Millionen (!) davon kommen jährlich aus der Produktion der Wiener.

Die Grillsaison wurde „angeschnitten“. Dr. Franz Radatz mit seinem Cousin Robert Palfrader und der Eröffnungswurst. © Roland Graf

Die Grillsaison wurde „angeschnitten“. Dr. Franz Radatz mit seinem Cousin Robert Palfrader und der Eröffnungswurst. © Roland Graf

Palfraders Fleischer-Frühstück

Als Verstärkung beim heurigen Festakt fungierte der Cousin von Franz Radatz, der bekannte Kabarettist Robert Palfrader. „Tante Christl“, also Palfraders Mutter, sei es auch gewesen, die das heute obligate Anstechen der Würstel vorm Grillen („Stupfen“) perfektioniert habe. Daran erinnerte Dr. Radatz, ehe er Palfrader das Mikro überließ. „Ich war zu blöd für die Fleischerei, daher musste ich Schauspieler werden“, scherzte der gleich zu Beginn. Denn Palfrader hat tatsächlich die Ferialpraxis bei Radatz, wo auch sein Vater beschäftigt war, absolviert. Gelernt habe er in der kurzen Zeit dennoch einiges: „Dass ein Frühstück um 5 am morgen auch eine Kalbsleberpastete sein kann – ein Viertelkilo davon nämlich“!

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Mit Verweis auf die Erhebung des Würstelstands zum Weltkulturerbe zeigte Palfrader dann, dass er trotz TV-Ehren („Wir sind Kaiser“) nichts verlernt hat. Gemeinsam mit seinem Cousin schnitt er die Käsekrainer an, mit der die Grillsaison offiziell eröffnet wurde.

„Griechische“ Krainer-Edition

Doch trotz der launigen Eröffnung der Grillsaison kamen auch die Infos zu Produktneuheiten nicht zu kurz. So wird es die jährliche Sonderedition heuer als „Gyros Tzatziki Käsekrainer“ geben – mit Feta und Gurkenstückchen im Brät. Und die Krainer verlässt 2026 sogar die übliche Form, wie FLEISCH&Co vorab erfuhr: Für den Sommer kündigt das Unternehmen einen „Käsekrainer-Leberkäse“ an. Gröberes Brät und eine entsprechende Würzung erweitern das Krainer-Universum dann „kantig“. Denn nicht nur im Darm weiß die Rezeptur die Österreicher zu überzeugen!