Die internationale Gastronomieszene richtet ihren Blick im Herbst 2026 auf das Elsass. Mit der zweiten Ausgabe der Weltmeisterschaft „Le Meilleur Pithiviers“ etabliert sich ein Wettbewerb, der handwerkliche Präzision, Produktverständnis und kulinarische Identität in den Mittelpunkt stellt. Am 27. Oktober 2026 treten die besten Talente gegeneinander an, um die anspruchsvollste Form der Wildpastete neu zu interpretieren.
Kulinarisches Erbe trifft Wettbewerb auf höchstem Niveau
Initiiert wurde der Wettbewerb von den drei „Meilleurs Ouvriers de France“ Olivier Nasti, Éric Briffard und Fabien Pairon. Ihr gemeinsames Ziel ist klar definiert: die Wertschätzung für Wild, handwerkliche Perfektion und regionale Küche auf internationaler Bühne sichtbar zu machen.
Unter der Ehrenpräsidentschaft von Michel Roth erhält der Wettbewerb zusätzliche Strahlkraft. Roth zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der französischen Haute Cuisine und steht für eine Küche, die Tradition und Innovation konsequent verbindet.

Der Wettbewerb wird am Dienstag, dem 27. Oktober 2026 im wundervollem Le Chambard im elsässischen Kaysersberg live ausgetragen © Beigestellt
Was macht den Pithiviers so besonders?
Der Pithiviers ist weit mehr als eine klassische Pastete. Ursprünglich aus der Stadt Pithiviers stammend, gilt er als eine der technisch anspruchsvollsten Disziplinen der französischen Küche.
Charakteristisch ist die gewölbte Form aus Blätterteig, die eine präzise Verarbeitung erfordert. Während die süße Variante mit Frangipane populär ist, gilt die herzhafte Version mit Wild als Königsklasse. Hier entscheiden Details: perfekte Teigstruktur, exakte Garzeiten, ausgewogene Füllung und eine saubere, oft kunstvolle Dekoration.
Der Pithiviers steht damit exemplarisch für eine Küche, in der Technik, Produktqualität und handwerkliches Können untrennbar miteinander verbunden sind.
Drei Kategorien, ein Anspruch: Perfektion
Der Wettbewerb bildet die Vielfalt des Wildbrets konsequent ab und fordert den Teilnehmern höchste Präzision ab. In drei Kategorien treten die Finalisten an:
Federwild wie Fasan, Wildente oder Rebhuhn
Haarwild wie Reh, Hase oder Wildschwein
Gemischte Varianten mit kreativen Kombinationen
Gefragt ist nicht nur technisches Können, sondern ein klares Geschmacksbild und ein Gespür für Ästhetik. Der Pithiviers wird hier zur Bühne für individuelle Handschrift und kulinarische Aussagekraft.
Finale im Elsass: Acht Talente im direkten Vergleich
Aus allen Einreichungen werden acht Finalistinnen und Finalisten ausgewählt, die am 27. Oktober 2026 im Elsass gegeneinander antreten. Bewertet werden sie von einer hochkarätigen Jury aus Sterneköchen, Fachjournalisten, MOF-Titelträgern und Wildspezialisten.
Der Wettbewerb ist bewusst als Live-Format angelegt. Es geht um mehr als das fertige Produkt: Arbeitsweise, Präzision und Umgang mit dem Rohstoff stehen ebenso im Fokus wie das Endergebnis.
Preisgelder und internationale Sichtbarkeit
Neben der fachlichen Anerkennung profitieren die Gewinner von konkreten wirtschaftlichen Anreizen:
Platz: 5.000 Euro und offizieller Pokal
Platz: 2.500 Euro und offizieller Pokal
Platz: 1.500 Euro und offizieller Pokal
Dazu kommen Partnerpreise sowie eine mediale Sichtbarkeit, die für viele Teilnehmer den eigentlichen Mehrwert darstellt.
Klare Struktur: Der Zeitplan zur Teilnahme
Die Organisation folgt einem straffen Ablauf:
September 2026: Einsendeschluss
September 2026: Vorauswahl
September 2026: Bekanntgabe der Finalisten
Oktober 2026: Finale im Elsass
Bewerbungen werden über die offizielle Adresse des Wettbewerbs entgegengenommen.
Le Chambard als kulinarischer Mittelpunkt
Austragungsort ist das renommierte Le Chambard im elsässischen Kaysersberg. Das Haus von Olivier Nasti vereint ein Fünf-Sterne-Hotel, ein Zwei-Sterne-Michelin-Restaurant und eine traditionsreiche Winstub unter einem Dach. Mit seinem klaren Fokus auf Regionalität und handwerklicher Exzellenz steht Le Chambard exemplarisch für das, was auch der Wettbewerb transportiert: eine Küche, die Herkunft ernst nimmt und gleichzeitig offen für Weiterentwicklung bleibt.
Handwerk im Fokus: Warum dieser Wettbewerb relevant ist
Für das Fleischer- und Charcuterie-Handwerk ist „Le Meilleur Pithiviers“ mehr als ein kulinarisches Event. Der Wettbewerb zeigt, wie stark klassische Techniken in einem modernen Kontext bestehen können. Gerade die Verarbeitung von Wild, die in vielen Betrieben eine Nische darstellt, erhält hier eine internationale Bühne. Gleichzeitig wird sichtbar, welches Potenzial in der Verbindung von traditioneller Handwerkskunst und zeitgemäßer Präsentation liegt.
Der Pithiviers wird damit zum Symbol für eine Entwicklung, die auch im Fleischer-Handwerk zunehmend an Bedeutung gewinnt: Qualität, Herkunft und handwerkliche Präzision als klare Differenzierungsmerkmale im Markt.
Teilnahme
https://championnat-tourte-gibier.com/fr/candidature.html
Bewerbungen sind bis zum 13. September 2026 möglich.
Die Bewerbungsunterlagen, die Wettbewerbsordnung sowie der vollständige Zeitplan sind an folgende Adresse zu senden:





