ÖBKZ Eigenwerbung

Die Schlachtrinderpreise in Österreich haben sich in der 39. Kalenderwoche gegenüber der Vorwoche verbessert. Für Jungstiere der Handelsklassen E bis P weist die Agrarmarkt Austria (AMA) einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von 6,50 Euro je Kilogramm aus, neun Cent mehr als zuvor. Bei Schlachtkühen stieg der Durchschnitt um 16 Cent auf 4,84 Euro.

Schlachtrinderpreise Österreich: Der Wochenanstieg verdeckt das Jahresminus nicht

Gegenüber der entsprechenden Woche des Vorjahres lagen Jungstiere dennoch um 9,09 Prozent und Schlachtkühe um 24,26 Prozent niedriger. Kalbinnen blieben zur Vorwoche mit 6,35 Euro je Kilogramm unverändert; auch ihr Preis lag mit einem Minus von 9,16 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wer die aktuelle Erholung beurteilt, muss deshalb beide Vergleichszeiträume im Blick behalten.

Der Inlandsmarkt stützt, im Export konkurriert Ware aus Polen

Für die laufende 40. Kalenderwoche beschreibt die AMA ein leicht steigendes Jungstierangebot, das den Bedarf der Schlachthöfe decken kann. Das heimische Geschäft stützt das Preisniveau, während Anbieter aus Polen den Export unter Druck setzen. Auch bei Schlachtkühen kommen saisonüblich mehr Tiere auf den Markt, insbesondere im Westen Österreichs.

Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich schildert für die laufende Woche ebenfalls ein größeres Angebot und stabile Jungstiernotierungen. Ihre veröffentlichten Basispreise sind jedoch anders abgegrenzt als die durchschnittlichen AMA-Auszahlungspreise; die Eurobeträge dürfen nicht unmittelbar gegeneinander gerechnet werden.

Für die Fleischtheke zählt mehr als die Wochenkurve

Für Fleischerinnen und Fleischer sind die Erzeugerzahlen ein wichtiger Anhaltspunkt, aber kein fertiger Ladenpreis. Einkaufskonditionen, Qualitätsprogramme, Zuschnitt und die Verwertung des gesamten Tieres gehören zur Kalkulation. Der bereits bei österreichischem Rindfleisch diskutierte Spielraum für regionale Angebote lässt sich daher nicht allein aus einem Wochenpreis ableiten. Entscheidend wird nun sein, ob der Inlandsabsatz die größeren Mengen weiter aufnimmt und wie sich die Konkurrenz im Export entwickelt.