Der niederösterreichische Fleischwarenhersteller Berger Schinken hat seine einzige Filiale in Wien geschlossen. Damit endet die Geschichte des Standorts am Rennweg 56 im dritten Wiener Gemeindebezirk, der über Jahrzehnte als Verkaufsstelle und Abholmarkt für Fleisch- und Wurstwaren betrieben wurde.

Wirtschaftliche Gründe für das Aus

Nach Unternehmensangaben konnte sich der Standort wirtschaftlich nicht wie erwartet entwickeln. Gleichzeitig wären umfangreiche Investitionen in die Modernisierung des Geschäfts erforderlich gewesen. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung, den Betrieb einzustellen.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielten auch die örtlichen Gegebenheiten eine Rolle. Insbesondere die Parkplatzsituation stellte für Kundinnen und Kunden sowie für den angeschlossenen Abholmarkt zunehmend eine Herausforderung dar.

Auch Gastronomiekunden betroffen

Der Standort wurde nicht nur von Privatkunden genutzt. Auch Gastronomiebetriebe bezogen dort regelmäßig Fleisch- und Wurstwaren. Die eingeschränkte Erreichbarkeit und fehlende Parkmöglichkeiten erschwerten jedoch zunehmend die Nutzung des Abholmarkts.

Von der Schließung ist auch eine kleine Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betroffen. Das Unternehmen führte nach eigenen Angaben individuelle Gespräche über die weitere berufliche Zukunft der Beschäftigten.

Rückkehr nach Wien bleibt offen

Mit der Schließung ist Berger Schinken derzeit nicht mehr mit einem eigenen Geschäft in der Bundeshauptstadt vertreten. Das Unternehmen betont jedoch, grundsätzlich für neue Standorte offen zu sein. Voraussetzung seien geeignete, gut erreichbare Lagen mit ausreichenden Parkmöglichkeiten und entsprechender Kundenfrequenz.

Ob und wann Berger Schinken wieder mit einer Filiale nach Wien zurückkehrt, ist derzeit offen.

Website: www.berger-schinken.at