Handel & Direktvermarktung

Antibiotika Einsatz bei AMA-Puten um zwei Drittel reduziert

Bei AMA dürfen Heilmittel in der Putenproduktion nur im Krankheitsfall und nur durch den Amtstierarzt verabreicht werden. Keinesfalls dürfen sie vorbeugend gegeben werden. Auch werden keine Wachstumsförderer eingesetzt.

Keine Gentechnik bei AMA : Entscheidend für die Qualität von Putenfleisch sind artgerechte Haltung und entsprechende Tierwohlstandards. Diese wiederum hängen wesentlich von der Fütterung ab. Das AMA-Gütesiegel sieht daher bei der Fütterung, über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus, nur gentechnisch unverändertes Futter vor.

Hauptbestandteile sind Mais, Weizen und Soja. Das Futter wird je nach Alter der Puten unterschiedlich fein geschrotet und mit wertvollen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen angereichert. Dazu picken die Puten feine Kieselsteine zur Unterstützung der Verdauung, wie sie das auch in freier Natur machen.

Wachstumsförderer im Putenfutter: Strengstens verboten

Wachstumsförderer im Futter sind zwar in der gesamten EU verboten, nicht aber weltweit. Daher ist es besonders wichtig beim Einkauf auf Qualität und Herkunft zu achten.

Woran erkennt man nun die gute AMA-Pute? Ganz einfach: Egal welche Handelsmarke auf dem Etikett steht – wenn das AMA-Gütesiegel drauf ist, dann ist die gute Pute drin.

Tierwohl verhindert die Entstehung von resistenten Keimen

Bevor der Tierarzt zu Antibiotika greift, versucht er es zuerst mit Heilmittel aus Kräutern und Pflanzen. Nur wenn es nicht anders geht, kommen, speziell auf die Krankheit abgestimmte, Antibiotika zum Einsatz. Aber das sind selten gewordene Abläufe, denn die strengen gesetzlichen Vorgaben und die hohen AMA-Tierwohlstandards, haben den Antibiotika Einsatz in den letzten Jahren um fast zwei Drittel reduziert.

Nach einer allfälligen Behandlung durch den Tierarzt ist eine Karenzzeit einzuhalten. Das heißt mit der Schlachtung muss so lange gewartet werden, bis keinerlei Rückstände mehr nachweisbar sind. Das AMA-Gütesiegel geht über die gesetzlichen Vorgaben noch hinaus und sieht eine doppelt so lange Karenzzeit vor. Jede Behandlung wird zusätzlich in einer Datenbank registriert und dokumentiert.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jede zusätzliche Tierwohlmaßnahme zu weniger Behandlungen führt und die Entstehung von resistenten Keimen mindert. Mehr Tierwohl bedeutet also gesündere Herden. Deshalb zahlt es sich aus auf Qualität und Herkunft zu achten.

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