Mehr Klarheit für Großküchen
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Das Seminarhaus auf der Gugl setzt bereits seit mehreren Jahren auf nachvollziehbare Herkunft bei Lebensmitteln. Der Betrieb nimmt seit 2017 am AMA-Programm „Gut zu wissen“ teil und gehört damit zu den frühen Anwendern der Herkunftskennzeichnung in der österreichischen Gemeinschaftsverpflegung.
Im Rahmen des Programms wird für Gäste sichtbar gemacht, aus welchen Ländern beziehungsweise Regionen Fleisch, Milch und Eier stammen. Für Großküchen, Betriebskantinen, Pflegeeinrichtungen oder Seminarhäuser bedeutet das zusätzlichen organisatorischen Aufwand. Gleichzeitig steigt damit die Nachvollziehbarkeit der eingesetzten Lebensmittel.
Heuer wurde die Kontrolle im Seminarhaus auf der Gugl erstmals durch die Zertifizierungsstelle der LKV Austria Gemeinnützige GmbH durchgeführt.
Herkunft direkt nachvollziehbar
Für Geschäftsführer Kristian Barac ist die Herkunftskennzeichnung ein wesentlicher Teil der Qualitätsstrategie des Hauses.
„Unsere Gäste sollen wissen, woher die Lebensmittel auf ihren Tellern kommen. Transparenz schafft Vertrauen und ist für uns ein klares Bekenntnis zu Qualität und Regionalität. Wir nehmen bereits seit 2017 an diesem Programm teil“, erklärt Barac.
Gerade in der Gemeinschaftsverpflegung werden täglich große Mengen an Lebensmitteln verarbeitet. Eine klar nachvollziehbare Herkunft kann deshalb auch für regionale Produzenten und Lieferanten an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist dabei, dass die Kennzeichnung nicht nur kommuniziert, sondern über entsprechende Kontrollsysteme abgesichert wird.
LKV Austria übernimmt Audits
Die LKV Austria ist eine unabhängige, staatlich akkreditierte Zertifizierungsstelle und arbeitet beim AMA-Programm „Gut zu wissen“ gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Betreut werden unter anderem Großküchen, Kantinen und andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in ganz Österreich.
„Mit unserer Expertise im Qualitätsmanagement und der regionalen Lebensmittelwirtschaft bieten wir Küchenbetrieben eine praxisnahe und verlässliche Dienstleistung“, sagt Martin Strauß, technischer Leiter der LKV Austria.
Nach Angaben der Zertifizierungsstelle interessieren sich zunehmend mehr Betriebe für Systeme, mit denen die Herkunft von Lebensmitteln gegenüber Gästen und Geschäftspartnern nachvollziehbar dargestellt werden kann.
Regionalität braucht Kontrolle
Für die österreichische Lebensmittelwirtschaft ist die Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung auch wirtschaftlich relevant. Während Konsumenten im Lebensmittelhandel zahlreiche Herkunftsangaben direkt auf Verpackungen finden, ist die Herkunft einzelner Zutaten in Kantinen, Großküchen oder bei Veranstaltungen häufig weniger unmittelbar sichtbar.
Programme wie „Gut zu wissen“ sollen diese Informationslücke insbesondere bei Fleisch, Milch und Eiern schließen.
Für heimische Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und regionale Lieferketten kann eine transparente Kennzeichnung zugleich einen Wettbewerbsvorteil schaffen. Voraussetzung ist allerdings eine klare Dokumentation der Warenströme und eine unabhängige Kontrolle der gemachten Angaben.
Von Kantine bis Pflegeheim
Das System richtet sich nicht nur an klassische Gastronomiebetriebe. Teilnehmen können unterschiedliche Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, darunter Betriebskantinen, Pflegeeinrichtungen und Seminarhäuser.
Das Beispiel des Seminarhauses auf der Gugl zeigt dabei eine Entwicklung, die für die gesamte Branche relevant ist: Herkunft wird zunehmend nicht nur über Begriffe wie „regional“ oder „österreichisch“ kommuniziert, sondern durch dokumentierte und kontrollierte Angaben nachvollziehbar gemacht.
Für Gäste wird damit auf einen Blick erkennbar, wo zentrale tierische Lebensmittel auf ihrem Teller herkommen.

