ÖBKZ Eigenwerbung

Was ursprünglich nur für eine Sommersaison geplant war, wird zur dauerhaften Standortentscheidung: Der Kärntner Fleisch- und Wurstspezialist Rudolf Frierss & Söhne führt sein Feinkostgeschäft „Frierss am See“ am Casinoplatz in Velden am Wörthersee ganzjährig weiter. Damit betreibt das traditionsreiche Familienunternehmen künftig fünf Feinkoststandorte. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die positive Kundenresonanz während der ersten Saison.

Das Geschäft im ehemaligen Lokal der Fleischerei Goritschnigg verbindet klassisches Fleischerhandwerk mit hochwertiger Feinkost, Dry-Aged-Steaks und einer heißen Theke. Während der Verkaufsbereich auch über die Wintermonate geöffnet bleibt, legt die angeschlossene Brasserie mit Gastgarten eine Saisonpause ein. Die Wiedereröffnung ist für Frühjahr 2027 geplant.

Vom Sommergeschäft zum fünften Standort

Erst Ende Mai 2026 hatte Frierss sein Geschäft in Velden eröffnet. Die Kombination aus regionalen Fleisch- und Wurstspezialitäten, italienischer Feinkost aus eigener Produktion und persönlicher Beratung fand sowohl bei Einheimischen als auch bei Urlaubsgästen Anklang.

„Wir freuen uns sehr, Velden nun als unseren fünften Feinkoststandort bestätigen zu können. Die erste Saison hat gezeigt, dass Qualität aus der Region, echtes Handwerk und persönliche Beratung weiterhin sehr geschätzt werden. Umso mehr hoffen wir, dass uns die Veldener auch durch die Wintermonate die Treue halten“, erklärt Geschäftsführer Christoph Frierss.

Bettcher / Oktober – November 2026

Für den Kärntner Familienbetrieb bedeutet die Entscheidung einen weiteren Schritt beim Ausbau des eigenen Filialnetzes. Bemerkenswert ist dabei das Geschäftsmodell: Statt ausschließlich auf den touristischen Sommerbetrieb am Wörthersee zu setzen, will Frierss den Standort mit einem ganzjährigen Angebot auch bei der lokalen Bevölkerung etablieren.

Frierss am See-Team: Der Verkaufsbereich bleibt auch über die Wintermonate geöffnet. © Frierss / Martin Hofmann
Frierss am See-Team: Der Verkaufsbereich bleibt auch über die Wintermonate geöffnet. © Frierss / Martin Hofmann

Dry Aging als besonderes Verkaufsargument

Ein zentraler Bestandteil des Geschäftskonzepts ist der Premium-Dry-Ager direkt im Verkaufsraum. Darin reifen ganze Rinderrücken vom Kärntner Rind über einen Zeitraum von 30 Tagen unter kontrollierten Bedingungen. Spezielle Salzsteinwände unterstützen den Reifeprozess.

Das Ergebnis sind Dry-Aged-Steaks mit charakteristischem Aroma und zarter Struktur. Angeboten werden unter anderem Rib Eye, T-Bone und Porterhouse Steaks.

Die sichtbare Reifung im Geschäft macht einen handwerklich anspruchsvollen Verarbeitungsschritt für Kunden unmittelbar erlebbar. Zugleich schafft Frierss damit ein klares Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem standardisierten Fleischsortiment des Lebensmitteleinzelhandels.

Kärntner Spezialitäten und italienische Feinkost

Neben den Dry-Aged-Steaks setzt Frierss auf die Verbindung regionaler Fleischtradition mit italienischen Spezialitäten aus eigener Produktion.

Zum Sortiment zählen unter anderem der 14 Monate gereifte Prosciutto Castello und Mortadella aus heimischem Schweinefleisch. Auch die italienische Jause und das hausgemachte Beef Tatar entwickelten sich nach Unternehmensangaben bereits in der ersten Saison zu gefragten Angeboten.

Die heiße Theke bleibt ebenfalls ganzjährig geöffnet. Wiener Schnitzel, Schweinsbraten, verschiedene Leberkäsesorten und weitere warme Gerichte richten sich insbesondere an Kunden, die eine schnelle Mittagsmahlzeit oder eine warme Speise zum Mitnehmen suchen.

Damit kombiniert Frierss mehrere Geschäftsbereiche: den klassischen Fleisch- und Wurstverkauf, hochwertige Feinkost sowie ein unkompliziertes gastronomisches Angebot.

Wild, Trüffel und Festtagsspezialitäten

Mit dem Übergang in die Herbst- und Wintersaison verändert sich auch das Sortiment. Im Mittelpunkt stehen derzeit Spezialitäten vom Kärntner Hirsch, darunter ausgewählte Fleischstücke, Hirschsalami und Hirschwürstel.

Ergänzt wird das Angebot durch traditionelle Herbstgerichte wie frisch zubereitete Maischerl und Blutwurst.

Ab November beginnt die Heringssalat-Saison. Richtung Weihnachten und Jahreswechsel folgen Trüffelprodukte sowie ausgewählte Festtagsspezialitäten.

Das saisonal wechselnde Angebot soll auch außerhalb der touristischen Hochsaison Kaufanreize schaffen und den Standort als regelmäßige Einkaufsadresse etablieren.

Was die Entscheidung für das Fleischerhandwerk bedeutet

Mit der dauerhaften Weiterführung in Velden setzt Frierss auf ein Fachgeschäftskonzept, das über den klassischen Fleischverkauf hinausgeht. Hochwertige Eigenprodukte, regionale Herkunft, sichtbares Handwerk und persönliche Beratung bilden die Grundlage. Die heiße Theke ergänzt das Sortiment um ein Angebot für den täglichen Bedarf.

Gerade die Umwandlung eines saisonalen Pop-ups in einen ganzjährigen Standort ist aus Branchensicht interessant. Sie ermöglicht es dem Unternehmen, einen neuen Markt zunächst mit begrenztem zeitlichem Engagement zu testen und erst nach einer erfolgreichen Saison dauerhaft zu erschließen.

Ob Velden auch in den umsatzschwächeren Wintermonaten wirtschaftlich an die Sommersaison anschließen kann, wird sich erst zeigen. Mit der Entscheidung für den Ganzjahresbetrieb bekennt sich Frierss jedenfalls klar zum Standort und zum spezialisierten Fleischerfachhandel.

Frierss am See am Casinoplatz in Velden ist von Dienstag bis Samstag geöffnet. Die Brasserie mit Gastgarten startet im Frühjahr 2027 wieder in die Saison.