Velden am Wörthersee steht für Sommer, Tourismus und kulinarische Inszenierung. Mit „Frierss am See“ bringt der Kärntner Traditionsbetrieb nun ein neues Konzept an den Casinoplatz und verbindet klassisches Fleischerhandwerk mit modernem Pop-up-Charakter. Für die Branche ist das mehr als ein Standortprojekt. Es zeigt, wie sich Fleischerbetriebe im touristischen Umfeld neu positionieren können.
Traditionsbetrieb mit neuem Auftritt
Frierss steht seit 1898 für handwerklich erzeugte Fleisch- und Wurstspezialitäten. Mit dem Pop-up in Velden geht das Familienunternehmen nun einen strategischen Schritt in Richtung Erlebnisgastronomie und Markeninszenierung.
Der Standort ist bewusst gewählt: Direkt am Casinoplatz, in einem ehemaligen Fleischereilokal, entsteht ein neuer Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Nach der Schließung des Vorgängerbetriebs wurde die Fläche von einem Kärntner Investor übernommen und für das neue Konzept umfassend adaptiert.

Geschäftsführer Christoph Frierss setzt bei „Frierss am See“ auf Fleisch-, Wurst- und Schinkenspezialitäten aus eigener Produktion, ergänzt durch ausgewählte Delikatessen aus dem Alpe-Adria-Raum. © Frierss
Pop-up statt klassischer Fleischerei
Mit „Frierss am See“ setzt das Unternehmen nicht auf ein traditionelles Verkaufslokal, sondern auf ein hybrides Konzept aus Shop, Genussort und Treffpunkt. Der Fokus liegt auf Verweildauer, Erlebnis und spontanen Konsumimpulsen.
Geschäftsführer Christoph Frierss beschreibt das Angebot klar: Im Zentrum stehen Fleisch-, Wurst- und Schinkenspezialitäten aus eigener Produktion, ergänzt durch ausgewählte Delikatessen aus dem Alpe-Adria-Raum.
Ein zentrales Element ist der Premium-Dry-Ager, der die Reifung hochwertiger Fleischstücke sichtbar macht und damit Handwerk inszeniert. Gerade im touristischen Umfeld wird diese Transparenz zunehmend zum Verkaufsargument.
Velden als Bühne für neue Fleischer-Konzepte
Velden am Wörthersee gilt als einer der stärksten Sommerstandorte Österreichs. Für Fleischerbetriebe eröffnet das neue Chancen: hohe Frequenz, kaufkräftige Gäste und ein Umfeld, das auf Genuss und Inszenierung ausgerichtet ist.
Das Pop-up-Konzept nutzt genau diese Rahmenbedingungen. Statt reiner Nahversorgung entsteht ein emotionaler Zugang zur Marke. Der Betrieb wird zum Erlebnisort, nicht nur zum Verkaufsraum.
Impulse für das Fleischerhandwerk
Für die Branche zeigt das Projekt mehrere klare Entwicklungen:
Erstens gewinnt die Verbindung von Handwerk und Erlebnis an Bedeutung. Kunden erwarten nicht nur Produkte, sondern auch Atmosphäre, Storytelling und Aufenthaltsqualität.
Zweitens wird der Standort strategischer. Touristische Hotspots bieten neue Absatzmöglichkeiten, verlangen aber auch eine andere Präsentation und Sortimentsgestaltung.
Drittens rückt die Inszenierung von Qualität stärker in den Fokus. Elemente wie Dry Aging, offene Präsentation oder kuratierte Zusatzsortimente schaffen Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.
Ein temporäres Konzept mit Signalwirkung
Das Pop-up ist bewusst als saisonales Format gedacht. Gerade diese zeitliche Begrenzung erzeugt Aufmerksamkeit und schafft Dynamik im Markt. Für Fleischerbetriebe kann das ein Modell sein, um neue Standorte oder Konzepte mit überschaubarem Risiko zu testen.
Mit „Frierss am See“ wird deutlich, wie sich traditionelles Fleischerhandwerk in ein modernes, touristisch geprägtes Umfeld übersetzen lässt. Der Standort Velden wird damit nicht nur um ein Angebot reicher, sondern auch um ein Beispiel dafür, wie sich die Branche weiterentwickeln kann.





