ÖBKZ Eigenwerbung

1997 gründete Karl Paunger eine kleine regionale Lohnschlächterei im steirischen Miesenbach. 2023 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Christoph. Dieser erneuerte gemeinsam mit seinem Cousin Rene, der inzwischen ebenfalls in den Betrieb eingestiegen ist, den Schlachthof umfassend und erweiterte ihn um eine Wurstproduktion und ein kleines Fleischerfachgeschäft.
Alles nahm 1997 seinen Anfang, als Karl Paunger in Miesenbach bei Birkfeld eine kleine Lohnschlächterei für Schweine, Kälber, Rinder, Schafe und Ziegen errichtete. Zu dieser Zeit arbeitete Paunger auch als Fleischer beim Weizer Schlachthof und führte die Lohnschlächterei im Nebenerwerb. 2018 beendete er seine Tätigkeit in Weiz und konzentrierte sich zur Gänze auf das eigene Unternehmen, das sich immer besser entwickelte.
2023 war der Zeitpunkt für die Übergabe an seinen Sohn Christoph gekommen, der bereits 2018 die Meisterprüfung abgelegt hatte. Ein Jahr später stieß Cousin Rene dazu, seit 2020 ebenfalls Fleischermeister. Beide hatten zuvor mehrere Jahre bei Schirnhofer in der Produktion gearbeitet.

Nun wird hier nicht nur geschlachtet, sondern es werden eigene Fleisch- und Wurstwaren hergestellt und regional vermarktet. .© HaRo
Nun wird hier nicht nur geschlachtet, sondern es werden eigene Fleisch- und Wurstwaren hergestellt und regional vermarktet. .© HaRomehr anzeigen
Drei Fleischer, ein Ziel (v. l.): Rene, Karl und Christoph Paunger setzen auf hochwertige Qualität und Regionalität.© HaRo
Drei Fleischer, ein Ziel (v. l.): Rene, Karl und Christoph Paunger setzen auf hochwertige Qualität und Regionalität.© HaRomehr anzeigen
Nun wird hier nicht nur geschlachtet, sondern es werden eigene Fleisch- und Wurstwaren hergestellt und regional vermarktet. .© HaRoDrei Fleischer, ein Ziel (v. l.): Rene, Karl und Christoph Paunger setzen auf hochwertige Qualität und Regionalität.© HaRo

Ernsthafte Neubaupläne

Schon länger hatten sich die Paungers mit dem Gedanken an einen Neubau beschäftigt, zunächst jedoch schreckte der erhebliche bürokratische Aufwand die Fleischer ab. Erst der Kontakt zu dem Architekten Johann Kulmer aus Weiz brachte neuen Schwung in das Projekt. Der Profi wusste, welche Schritte notwendig waren. Für Christoph Paunger war zu diesem Zeitpunkt längst klar: „Wir wollen nicht nur schlachten, wir wollen auch Fleisch- und Wurstwaren herstellen und regional vermarkten. Vor allem im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie wollen wir uns stärker engagieren. Wir bieten Qualität und ehrliche Regionalität. Das Wursten haben wir von der Pike auf bei der Fleischerei Gruber in Vorau und bei Schirnhofer gelernt. Die Selbstständigkeit und der Wille, es besser zu machen, waren immer schon da.“

© Beigestellt
© Beigestellt

Baubeginn 2025

Dezember 2024 waren alle Pläne fertig und eingereicht, die letzten Hindernisse ausgeräumt. Im März 2025 konnte mit dem Neubau begonnen werden. Nach nur sechs Monaten feierten die Paungers die Eröffnung ihres neuen Schlachthofs samt Wursterei und kleinem Fachgeschäft.
Die neu hinzugekommene Betriebsfläche umfasst rund 400 m², dazu kommen etwa 130 m² bestehende Bausubstanz. Die komplette Schlachtung wurde erneuert, ebenso die Kühlräume, der Tiefkühlraum und der Reiferaum. Derzeit werden jährlich rund 600 Schweine, 150 Rinder und etwa 60 Schafe geschlachtet. Darüber hinaus haben Christoph und Rene Paunger eine Anlieferungsstelle für Wildbret eingerichtet.
Die Wursterei ist durch eine Wand klar von der Schlachtung getrennt. Hier entstehen vor allem Brüh- und Kochwürste sowie Kochpökelwaren. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen drei Sorten Leberkäse, Geselchtes, Bratwürste und Käsekrainer. Im Verkaufsraum glänzt eine 2,50 Meter lange Theke.
Christoph und Rene Paunger sind sich einig: „Wir sind wie Brüder und haben uns mit dem neuen Betrieb einen Traum erfüllt. Die Lohnschlachttiere werden in der Regel angeliefert, die Tiere für die Weiterverarbeitung holen wir selbst ab. Außerdem haben wir noch einen landwirtschaftlichen Betrieb mit rund zehn Rindern. Das ist eine gute Basis für eine erfolgreiche Zukunft.“

Sämtliche Rohrbahnen wurden von der Welser Firma Alce geliefert (v. l.): Christoph Paunger, Alce-Chef Alfred Cervinka und Rene Paunger.© HaRo
Sämtliche Rohrbahnen wurden von der Welser Firma Alce geliefert (v. l.): Christoph Paunger, Alce-Chef Alfred Cervinka und Rene Paunger.© HaRomehr anzeigen
SLT Schwarhofer Lebensmitteltechnik war maßgeblich an der Ausstattung des Betriebs mit moderner Hygiene- und Abwassertechnik beteiligt (v. l.): Josef Schwarhofer, Christoph Paunger, Magdalena Schwarhofer und Rene Paunger. © HaRo
SLT Schwarhofer Lebensmitteltechnik war maßgeblich an der Ausstattung des Betriebs mit moderner Hygiene- und Abwassertechnik beteiligt (v. l.): Josef Schwarhofer, Christoph Paunger, Magdalena Schwarhofer und Rene Paunger. © HaRomehr anzeigen
Die Paneele und Kühlraumtüren wurden von Brucha geliefert und montiert. © HaRo
Die Paneele und Kühlraumtüren wurden von Brucha geliefert und montiert. © HaRomehr anzeigen
Sämtliche Rohrbahnen wurden von der Welser Firma Alce geliefert (v. l.): Christoph Paunger, Alce-Chef Alfred Cervinka und Rene Paunger.© HaRoSLT Schwarhofer Lebensmitteltechnik war maßgeblich an der Ausstattung des Betriebs mit moderner Hygiene- und Abwassertechnik beteiligt (v. l.): Josef Schwarhofer, Christoph Paunger, Magdalena Schwarhofer und Rene Paunger. © HaRoDie Paneele und Kühlraumtüren wurden von Brucha geliefert und montiert. © HaRo

Technik für den neuen Betrieb

Für den Neubau setzte die Fleischerei Paunger auf mehrere spezialisierte Partner. Sorgo aus Klagenfurt lieferte eine Heißrauchanlage HR3000 für einen Rauchwagen, ausgestattet mit Klimapaket zum Reifen und Kalträuchern, CO₂-Kältetechnik und Reiberaucherzeuger. Die Anlage eignet sich zum Umröten, Trocknen, Räuchern, Kochen, Reifen und Kalträuchern.
Sämtliche Rohrbahnen stammen von Alce aus Wels. Brucha war für die kälteisolierende Gebäudehülle, die Türen und die Montage verantwortlich und verbaute rund 800 Quadratmeter Paneele. Eine Besonderheit waren individuell angepasste Türmaße, die exakt auf den Betrieb abgestimmt wurden.
SLT Schwarhofer Lebensmitteltechnik übernahm wesentliche Teile der Hygiene- und Abwassertechnik. Dazu zählen sensorgesteuerte Waschbecken, Sterilisatoren, die vollautomatische Hygieneschleuse Cleansy von Nieros sowie Edelstahlrinnen und Ablaufkörper mit Schlammfang in den zentralen Produktionsbereichen.

SRH Fernhochschule

Fleischerei Paunger

Dorfviertel 171,

8190 Miesenbach bei Birkfeld,

Österreich

Autor: HaRo