Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien sorgt nicht nur musikalisch für Aufmerksamkeit. Auch bei der Verpflegung setzt das internationale Großevent neue Maßstäbe. Laut BIO AUSTRIA lag der Bio-Wareneinsatz beim ESC in der Wiener Stadthalle bei beeindruckenden 64,3 Prozent. Für die heimische Bio-Landwirtschaft und die nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung ist das ein starkes Signal.
Großevent mit klarer Bio-Strategie
Mit mehr als 100.000 erwarteten Gästen zählt der ESC zu den größten TV-Produktionen weltweit. Zwischen Ende März und Mitte Mai werden alleine für Crew, Medienvertreter und Delegationen rund 45.000 Portionen zubereitet.
BIO AUSTRIA Obfrau Barbara Riegler sieht darin einen wichtigen Schritt für die Branche: Der ORF zeige mit dem hohen Bio-Anteil, dass regionale Qualität, Nachhaltigkeit und professionelle Eventgastronomie auch bei Veranstaltungen dieser Größenordnung umsetzbar seien.
Catering-Partner für Bio-Engagement ausgezeichnet
Für die Umsetzung der Bio-Vorgaben wurden mehrere Catering-Unternehmen von BIO AUSTRIA ausgezeichnet.
Impacts Catering erhielt das BIO AUSTRIA Gastropartnerzertifikat in Silber. Die Betriebe von GMS Gourmet und Gerstner wurden mit Gold- und Bronze-Auszeichnungen geehrt.
Besonders hoch fiel der Bio-Anteil im Publikumsbereich der Halle D aus. Dort lag die Quote bei 100 Prozent Bio und erreichte damit Gold-Status. Im VIP- und TOPVIP-Bereich wurden 66,1 beziehungsweise 63,8 Prozent erzielt. Die Verpflegung von Crew, Medien und Delegationen erreichte 54,8 Prozent Bio-Anteil.
Österreichische Bio-Produkte im Fokus
Neben der Bio-Quote stand vor allem die Herkunft der Produkte im Mittelpunkt. Geflügel, Rindfleisch und Milchprodukte stammten laut BIO AUSTRIA nahezu vollständig aus österreichischer Bio-Produktion.
Auch regionale Spezialitäten wie Bio-Saibling, Bio-Leberkäse und Bio-Brezen wurden den internationalen Gästen serviert. Damit nutzte der ESC die Bühne auch als Schaufenster für die Leistungsfähigkeit der heimischen Bio-Landwirtschaft.
Signalwirkung für die Eventbranche
Für BIO AUSTRIA könnte der ESC 2026 zum Vorbild für künftige Großveranstaltungen werden. Barbara Riegler spricht von einem internationalen Signal für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung. Wenn ein Event dieser Größenordnung konsequent auf Bio setze, könne dies künftig auch für andere Veranstalter zum neuen Standard werden.
Der angegebene Bio-Wareneinsatz bezieht sich auf das gesamte Lebensmitteleinkaufsvolumen ohne Getränke sowie Produkte der Sponsoringpartner.

