Im Fleischkompetenzzentrum Klagenfurt zeigte ein Praxisseminar der Lebensmittelakademie am 17. und 18. April 2026, wie aus handwerklichem Können, präziser Technik und Erfahrung hochwertige Wurstwaren entstehen. Wenn sich im Fleischkompetenzzentrum Klagenfurt der Kutter in Bewegung setzt, beginnt einer der spannenden Momente der Wurstherstellung. Das Messer gleitet fast lautlos durch das Brät, während sich Gewürze und Fleisch zu einer perfekten Masse verbinden. Peter Süßenbacher beobachtet aufmerksam die Konsistenz, die richtige Bindung entscheidet hier über Qualität oder Mittelmaß. In der Luft liegt der Duft von Majoran, Pfeffer und eine feine Nuance von Buchenrauch. Es ist ein Moment, der zeigt: Wurstherstellung ist mehr als Produktion, sie ist echtes Handwerk.
Von der Theorie direkt in den Darm
Unter dem Titel „Alles rund ums Würsteln“ lud die Lebensmittelakademie am 17. und 18. April 2026 zu einem Kurs ein, der Tradition mit moderner Produktionspraxis verbindet. Wer glaubt, eine perfekte Käsekrainer oder eine fein-cremige Streichwurst entstehe zufällig, wurde hier eines Besseren belehrt.
Der Kurs richtete sich an all die „Macher:innen“ der Branche: Quereinsteiger:innen mit Leidenschaft, Mitarbeitende, die ihr Wissen vertiefen möchten, sowie angehende Meister:innen, die ihre handwerklichen Fähigkeiten weiter ausbauen wollen. Das Programm war kompakt, praxisnah und bewusst auf eine kleine Gruppe ausgelegt: Maximal zehn Teilnehmer tauchten am Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr intensiv in die Welt der Wurstherstellung ein. Dabei blieb es nicht bei der Theorie, es wurde selbst gekuttert, gewürzt, gefüllt und verarbeitet.
Von der klassischen Extrawurst über den perfekten Leberkäse bis hin zur kräftigen Blutwurst zeigte Kursleiter Peter Süßenbacher die wichtigsten Schritte der Brüh-, Koch- und Rohwurstproduktion. Neben handwerklichen Techniken standen auch effiziente Arbeitsabläufe im Betrieb im Fokus, denn Qualität und Wirtschaftlichkeit müssen im Alltag Hand in Hand gehen.
Das Finale: der Moment der Wahrheit
Am Samstagvormittag von 9.00 bis 11.00 Uhr folgte schließlich der genussvolle Abschluss: die gemeinsame Verkostung. In der Sensorikrunde wurden die hergestellten Produkte beurteilt, von der Konsistenz über das Gewürzprofil bis zum Gesamteindruck. Hier zeigte sich, ob Bindung, Geschmack und Verarbeitung perfekt miteinander harmonieren. Ein intensives Training, bei dem nicht nur Fachwissen, sondern auch eine neue Motivation für den Arbeitsalltag im Betrieb vermittelt wird.
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