Im Februar und März 2026 fand in Linz der Vorbereitungskurs zu den Meisterprüfungen im Fleischerhandwerk statt. 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 16 Männer und zwei Frauen, absolvierten den heurigen Meisterkurs, der am 9. Februar begann und am 13. März 2026 endete. Die Gruppe kam aus sechs Bundesländern: Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Tirol, Kärnten und Vorarlberg, eine österreichweite Beteiligung, auf die die Organisatoren besonders stolz sind.
Zwei Gruppen, gezielte Betreuung
Für eine intensivere Begleitung wurden die Teilnehmenden in zwei Neunergruppen aufgeteilt. Die Praxiskurse fanden an der Berufsschule 10 in Linz statt, die Theorie wurde im Wifi Linz vermittelt. Kurskoordinator Sebastian Heinisch übernahm die Leitung mit dem Jahrgang 2024/25 als Nachfolger von Franz Mayr, eingesetzt von Ex-Innungsmeister OÖ Willibald Mandl. Er arbeitete eng mit Innungsmeister Rudolf Wegschaider, dem Wifi Linz, dem WKO-Prüfungsmanagement sowie der Berufsschule 10 zusammen.
Junges Trainerteam mit Handwerk und Industrie-Know-how
Das Trainerteam rund um Christian Huber, Kilian Prutsch, Uli Schmittner, Christian Derntl, Gerald Moser, Helmut Karl und Martin Nötsch hat einen Altersdurchschnitt von rund 35 Jahren. Die Mischung aus Handwerk und Industrie war bewusst gewählt, nachdem langjährige Trainer in Pension gegangen sind, übernahm eine junge Generation den Posten. Ziel ist es, den Kurs laufend weiterzuentwickeln und zu modernisieren.
Praxis im Mittelpunkt
Inhaltlich stand die intensive Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Vordergrund: Zerlegung, Wurstproduktion, Plattenlegen, Halbfertigprodukte, aber auch Themen wie Wurstansprache, zeitgemäßes Verkaufen, Deklarationen, Fachkunde und lebensmittelrechtliche Grundlagen. Der letzte Kurstag war der detaillierten Prüfungsvorbereitung gewidmet. Unterstützt wurde der Kurs durch Sponsor Raps Gewürze aus Obertrum, der dankenswerterweise Därme und Gewürze zur Verfügung stellte.
Nachwuchs mit Ambitionen
Die Teilnehmenden waren zwischen 20 und 40 Jahre alt und kamen überwiegend aus dem Handwerk und Landwirtschaft, Industriebetriebe waren heuer nicht vertreten. Gutes Zeichen: Mehrere Kandidatinnen und Kandidaten verfolgen das Ziel der Selbstständigkeit oder einer Betriebsübernahme. Für die gesamte Branche ist das ein wirklich ermutigendes Signal: Der Meisterkurs leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchssicherung und Qualitätssicherung im Fleischerhandwerk und zeigt, dass die Branche sehr wohl echte Karrierechancen bietet.





