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WKO: AK-Ergebnisse stimmen weder mit Handelsrealität noch mit Statistik überein

Kritik am jüngsten Preismonitoring der Arbeiterkammer bei Lebensmitteln im heimischen Handel kommt nun von der Wirtschaftskammer Österreich. Die AK gab diese Woche bekannt, dass laut ihren aktuellen Erhebungen Nahrungsmittel und Getränke im März gegenüber dem Vergleichsmonat 2013 um 2,4 % teurer wurden, die günstigsten Lebensmittel jedoch im Schnitt um 4,8% (Gouda +20%, Äpfel und Milch je +11%).

„Wenn die Teuerung mancher Produkte sich tatsächlich im zweistelligen Prozentbereich bewegen würde, wie behauptet, müsste es große nominelle Umsatzsteigerungen gegen haben. Laut Statistik Austria haben die heimischen Einzelhandelsunternehmen im März 2014 nominell jedoch um 1,9 % weniger umgesetzt als im März 2013“, so Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der WKÖ: „Diese Zahlen widerlegen wohl die Annahme hoher Preissteigerungen, wie sie von der AK behauptet wird“, zieht Lorentschitsch die Erhebung in Zweifel.

Zu erklären seien die Ergebnisse der AK der Obfrau zufolge nur dadurch, „dass – um zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen – solche Produkte herausgegriffen wurden, aus denen sich keine repräsentativen Gesamtergebnisse ableiten lassen.“ Hinzu komme das Außer-Acht-lassen von Aktionen: „Das wiegt umso schwerer, als im LEH in Österreich der Aktionsanteil über 30% liegt“, so die Expertin. (Red./AIZ)

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