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Landwirtschaft & Umwelt

Erfolgreicher erster ÖFK-Branchentreff „Zukunft Fleisch: Tierwohl“

Die ÖFK Österreichische Fleischkontrolle GmbH (ÖFK) konnte rund 160 Stakeholder der gesamten Fleischbranche gewinnen, die aktuellen Herausforderungen rund um das Thema Tierwohl gemeinsam zu diskutieren.

In der „Wolke 19“ im Ares Tower erwartete das Publikum ein vielfältiges Vortragsprogramm und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern des Landwirtschafts- und Gesundheitsministeriums, der AMA-Marketing und der ÖFK.

„Tierwohl muss über die ganze Wertschöpfungskette hinweg betrachtet werden – vom Bauernhof, über den Transport, die Schlachtung, bis zum Endkonsumenten. Die komplexe Thematik verlangt zudem eine umfassende gemeinsame Strategie in Hinblick auf Kennzeichnung, Marktmonitoring und Kommunikation.“, so die Geschäftsführer der ÖFK, Andreas Moser und Stefan Mader.

„Das bei der Veranstaltung spürbare Ziel der Branche deckt sich mit dem Leitspruch der ÖFK: Wir schaffen Vertrauen. Als Dienstleister und Schnittstelle zwischen Produktion und Schlachthof freut es uns besonders, dass wir bei diesem ersten Vernetzungstreffen so viel Zuspruch erhalten haben. Es spiegelt wieder, dass Vernetzung ein Anliegen aller Wertschöpfungsstufen ist und die Entwicklung des Themas Tierwohl in seiner Präsenz und Brisanz einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Fleischbranche hat“, so die Conclusio von Moser und Mader.

Saalfoto.(© ÖFK / Georg Pomaßl)

Hochkarätige Vorträge aus verschiedenen Blickwinkeln

Experten aus den unterschiedlichsten Produktionsbereichen berichteten über Strategien und Herausforderungen im Umgang mit den Anforderungen an das Tierwohl. So brachten Manfred Huber und Alois Strohmeier, die Vertreter der Schlachtbetriebe „Sonnberg Biofleisch“ und „Steirerfleisch“, verschiedene Ansätze und Herausforderungen in regionaler und internationaler Vermarktung aufs Tapet.

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Werner Habermann, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und der ARGE Rind sowie Leopold Scharmer, Leiter des TANN-Werks St. Pölten von SPAR, informierten über die aktuellen Tierwohlprogramme und die Schere zwischen gesellschaftlichem Anspruch und tatsächlichem Einkaufsverhalten am Point of Sale. Durch die momentane wirtschaftliche Situation mit Teuerung und Energiekrise spitzte sich die Absatzthematik für Tierwohl-Produkte noch mehr zu.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten die moderne Technik bereits bietet und welche Lösungen Künstliche Intelligenz leisten kann, stellte Jörg Brezl von der SLA (Software Logistik Artland GmbH) vor. Besonders hervorgehoben wurde das gemeinsame Projekt „Foodfair“ zwischen SLA und ÖFK, das mit Künstlicher Intelligenz zur Qualitätssicherung und Transparenz beiträgt.

(v.l.)BML-Sektionschef Johannes Fankhauser, SLA-Gf. Jörg Brezl, ÖFK-Gf. Andreas Moser, TANN-Werksleiter Leopold Scharmer, Moderatorin Bernadette Laister, Steirerfleisch-Gf. Alois Strohmeier, Sonnberg Biofleisch-Gf. Manfred Huber, ARGE Rind- & EZG Gut Streitdorf-Gf. Werner Habermann, ÖFK-Gf. Stefan Mader, ÖFK-Beiratsvorsitzender Otto Auer, AMA-Marketing-Qualitätsmanager Andreas Herrmann, BMSGPK-Gruppenleiter Florian Fellinger.(© ÖFK / Georg Pomaßl)

Zentrale Aufgabe: unabhängige Quallitätsfeststellung

Stefan Mader, Geschäftsführer der ÖFK, skizzierte die zentrale Aufgabe der ÖFK als Bindeglied und Drehscheibe im Bereich der unabhängigen Qualitätsfeststellung für die Branche.

Die ganz Österreich abdeckende Klassifizierungsdatenbank der ÖFK ist europaweit einzigartig und ermöglicht die zentrale Datenaufbereitung für die gesamte Branche und das nicht nur bei Schlachtdaten, sondern auch bei Tiergesundheitsdaten und vielem mehr.

Die ÖFK ist Garant für transparente Herkunfts- und Qualitätsprogrammkontrolle und demnach eine wichtige Säule, wenn es um die Abwicklung von Tierwohlprogrammen geht.

Podiumsdiskussion mit Ministerien, AMA und ÖFK

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Landwirtschafts- und Gesundheitsministeriums sowie der AMA-Marketing und der ÖFK.

In dieser skizzierten die Diskutanten BML-Sektionschef Johannes Fankhauser, BMSGPK-Gruppenleiter Florian Fellinger, AMA-Marketing-Qualitätsmanager Andreas Herrmann und ÖFK-Geschäftsführer Andreas Moser den eingeschlagenen Weg zu mehr Tierwohl in Produktion und Verarbeitung und unterstrichen die Notwendigkeit einer umfassenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch.

Gemeinsam mit dem Publikum wurden die Chancen und Risiken einer Branchenlösung für eine Tierwohl- bzw. Haltungsformkennzeichnung diskutiert.

 

 

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