Produktion & Industrie

AMA-Marketing widerspricht Greenpeace-Aussage zu Gütesiegel

Anlässlich der  Aussage von Greenpeace, wonach die AMA-Gütesiegel-Basis nicht den Kriterien der deutschen ITW-Stufe 1 entspräche, stellt die AMA-Marketing fest: Aufgrund unterschiedlicher nationaler Anforderungen, zum Beispiel bei bestimmten Gewichtsbereichen, sind direkte Vergleiche einzelner Kriterien irreführend. Um verschiedene Systeme sinnvoll miteinander vergleichen werden zu können, muss Tierhaltung ganzheitlich betrachtet werden. Konkret liegt die AMA-Gütesiegel-Basis in manchen Bereichen etwas unter und in machen etwas über den Anforderungen der deutschen ITW-Stufe 1.

Fakt ist, dass das AMA-Gütesiegelprogramm Schweinehaltung in einigen Punkten über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. So sind seit heuer neue Platzanforderungen für die Schweinehaltung definiert. Demnach muss den Tieren zum Beispiel 10% mehr Platz (15% bei Neubauten) zur Verfügung stehen. Im Rahmen eines Stufenplans sind weitere verpflichtende Erhöhungen des Platzangebots in den nächsten Jahren festgelegt.

Die AMA und deren Stakeholder haben die klare Vision für die zukünftige Tierhaltung. Deswegen sieht der AMA-Masterplan Schwein vor, dass bis 2030 eine Million Schweine – das ist jedes zweite Schwein im AMA-Gütesiegel-Programm – aus Haltungsformen mit wesentlich höheren Anforderungen kommt. Das bedeutet wesentlich mehr Platz für die Tiere sowie eingestreute Liegeflächen und in der höchsten Haltungsstufe auch entsprechender Auslauf.

Die dafür notwendige transparente Kennzeichnung ist gerade in der Finalisierung. Um das Ziel von einer Million „Tierwohl-Schweine“ zu erreichen, braucht es die Partnerschaft aller Beteiligten – vom Bauern über die Verarbeiter bis zum Handel. Kurzgefasst: Wenn sich alle Abnehmer von klassischen Verkaufsgeschäften bis hin zur Gemeinschaftsverpflegung dazu verpflichten, mehr Fleisch aus dem Produktionsbereich „BIO und Mehr Tierwohl“ zu kaufen, kann es gelingen, dieses Ziel schon vor 2030 zu erreichen.

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