Ku?hltheken sind fu?r definierte Temperaturklassen freigeben. Diese Angaben gelten fu?r die Umgebungsbedingungen bis 25 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit. Außerhalb dieser Umgebungsbedin gungen funktionieren Ku?hltheken nur eingeschra?nkt. Deshalb ist zu empfehlen, dass bei der Einrichtung und bei nachtra?glichen A?nderungen der Wa?rmeeintrag in der unmittelbaren Umgebung durch eine Griddleplatte, einen Heißluftofen, einen Kombida?mpfer oder eine Warmtheke zu vermeiden ist. Zudem ist zu empfehlen, die Ku?hltheke so aufzustellen, dass auch bei geo?ffneten Tu?ren die Luftzirkulation in der Ku?hltheke nicht gesto?rt wird. Ideal ist deshalb, wenn ra?umlich mo?glich, die Theke mo?glichst weit entfernt vom Eingang zu platzieren. Ungu?nstig ist eine Platzierung neben der Tu?r. Nicht nur der Standort ist wichtig, sondern auch die Bedingungen am Standort: Es gilt, einen Wa?rmestau durch zugestellte Lu?ftungso?ffnungen und Verunreinigungen am Gera?t zu vermeiden. Dies kann zur Brandentwicklung fu?hren. Bei zu hohem Stromfluss kann es zu einem Leitungs- und Betriebsmittelbrand kommen. Deshalb ist zu empfehlen, alle Versorgungsleitungen abzusichern und Ku?hltheken nur mit einem Fehlerstrom- Schutzschalter (RCD) ? 30 mA zu betreiben.

Die richtige Präsentation in der Kühltheke zeigt die Frische und Qualität der angebotenen Waren. © Kim Nguyen
Ka?ltemittel mit mo?glichst geringem Treibhauspotenzial
Die in den Ku?hltheken integrierten Verdampfer beno?tigen fu?r den Betrieb ein Ka?ltemittel, um betrieben werden zu ko?nnen. Ka?ltemittel wie Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) haben allerdings einen hohen globalen Erwa?rmungspotenzialwert (GWP Global Warming Potential) und tragen zur Klimaerwa?rmung bei. Nachdem bereits Anfang der 1990er-Jahre Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW) verboten worden sind, will die Europa?ische Union nun mit der F-Gas-Verordnung den Einsatz von fluorierten Treibhausgasen, sogenannten F-Gasen, einschra?nken. Die F-Gas-Verordnung ist zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten und sieht bis 2030 stufenweise Einschra?nkungen und Verbote von F-Gasen als Ka?ltemittel vor. Denn bis zum Jahr 2030 will die Europa?ische Union die europaweiten Emissionen von klimarelevanten F-Gasen um nahezu 80 Prozent verringern Bereits jetzt ist die Verwendung von Ka?ltemitteln mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 150 oder mehr im europa?ischen Raum verboten. La?ngst werden nachhaltige und natu?rliche Alternativen fu?r F-Gase als Ka?ltemittel angeboten. Bei Herstellern wie Aichinger ko?nnen teils auch bestehende Ku?hltheken ohne Umru?stung des Verdampfers mit Ka?ltemitteln wie Propan oder Kohlendioxid betrieben werden.
Propan weist einen sehr niedrigen GWP von 3 auf und ist nicht ozonscha?digend. Aufgrund seiner guten Ka?lteleistung und Energieeffizienz wird es mittlerweile gerne in gewerblichen Ku?hlanlagen und Ku?hltheken eingesetzt. Das Ka?ltemittel bietet eine gute Ka?lteleistung, ist aber leicht brennbar. Deshalb ist zu empfehlen, die Belu?ftungso?ffnungen im Gera?tegeha?use oder im Einbaugeha?use immer freizuhalten und keine entzu?ndlichen oder brandfo?rdernden Reinigungsmittel zu verwenden. Bei gro?ßeren Ka?ltelasten hat sich mittlerweile CO2 als Tra?ger etabliert. Kohlendioxid wird gerne in Superma?rkten eingesetzt und gilt aufgrund seines GWP von 1 als eines der umweltfreundlichsten Ka?ltemittel. CO2 ist nicht giftig und nicht brennbar.
Ku?hltheken in Fleischereien werden zumeist im Umluftverfahren betrieben. Dabei wird ein ku?hlender Luftschleier u?ber die Waren geleitet. Das Verfahren ermo?glicht, dass die Waren der gesamten Ku?hltheke mit der gleichen Temperatur geku?hlt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Ku?hltheken nur mit Waren befu?llt werden, welche die vorgeschriebene Kerntemperatur haben, da in der Ku?hltheke selbst Waren nicht abgeku?hlt werden. Damit der Luftstrom optimal ausstro?men kann und u?ber die Waren gelenkt wird, sind diese Aspekte beim Betrieb zu beachten.
Stapelmarken
An der Seiteninnenwand der Ku?hltheken sind – zumeist farbige – Linien eingezeichnet, die auf die erforderliche Luft- und Ku?hltemperatur hinweisen. Die Stapelmarken geben an, bei welcher Stapelho?he welche Lufttemperatur eingehalten werden kann. Entsprechend der Temperaturklasse ist zu empfehlen die Ku?hltheke nur bis zur geltenden Stapelmarke zu befu?llen. Damit die kalte Luft ausstro?men kann, ist es vorteilhaft, die an der Stapelmarke angegebene Abstand zur Zuluftblende beim Bestu?cken einzuhalten.
Warenbodenverstellung
Ku?hltheken wie die Baureihe Sirius®3 von Aichinger sind serienma?ßig mit manuell verstellbaren Warenbo?den ausgestattet. Dies ermo?glicht eine angepasste Warenpra?sentation. Um eine optimale Ku?hlfunktion zu gewa?hrleisten, ist es notwendig, alle Warenbo?den der jeweiligen Temperaturzone in derselben Position einzustellen. Wenn die Warenbo?den um mehr als eine Rasterstufe versetzt werden, kommt es durch den entstehenden Luftspalt zu Luftzirkulationen und zu einer Beeintra?chtigung der Ku?hlfunktion.
Nachtabdeckung
Die Nachtabdeckung der Waren in der Ku?hltheke reduziert Zeit und Kosten. Wichtig dabei ist, dass die Nachtabdeckung an der Prallscheibe anliegt und sich u?ber dem Ru?ckluftgitter befindet. Es ist zudem darauf zu achten, dass die Abdeckungen lu?ckenlos aneinandergelegt werden. So wird eine unkontrollierte Luftzirkulation vermieden. Werden die Nachtabdeckungen nicht lu?ckenlos aneinandergelegt, entsteht ein Luftspalt, der das optimale Lagerklima sto?ren kann.
Sto?rung erkennen und beseitigen
Wenn die Ware nicht im optimalen Temperaturbereich geku?hlt wird, ist dies fu?r den Kunden zu erkennen; der Verkauf ist ru?ckla?ufig und die Abschriften erho?hen sich. Die Ursachen sind sehr vielfa?ltig: Die Verglasung ist zur Reinigung zu lange geo?ffnet gewesen, die Belu?ftungso?ffnungen sind bedeckt oder mit Waren verstellt, die Be- und Entlu?ftung ist nicht korrekt eingestellt, es ist schlichtweg zu viel Ware in der Ku?hltheke oder diese war zuvor nicht genu?gend geku?hlt worden. Mitunter ist es nur ein Luftzug, der die Zirkulation unterbricht, oder es ist im Laden zu warm. Wenn der Verdampfer vereist und keine Luftzirkulation feststellbar ist, hilft es nur noch, die Ware aus der Ku?hltheke zu nehmen und das Gera?t abzuschalten, bis der Verdampfer vollsta?ndig vom Eis befreit ist. Ein vereister Verdampfer kann verschiedene Ursachen haben: Die Ventilatoren laufen nicht, die Luftzirkulation ist eingeschra?nkt, die Verglasung war zu lange offen oder es wurde aufgrund zu hoher Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit zu viel feuchte und warme Luft angesaugt. Unerwu?nscht ist die sichtbare Kondensation an den Gla?sern. Damit ist die Ware nur eingeschra?nkt einsehbar und es ist offensichtlich, dass die Ku?hltheke nicht optimal betrieben wird. Dies ist zumeist auf eine nicht eingeschaltete Kondensationsheizung oder Scheibenbelu?ftung zuru?ckzufu?hren. Mitunter ist auch die Umgebungstemperatur ho?her 25 °C oder die Luft- feuchte ho?her als 60 % r. F.
Autor: Volker Simon






