
Holzkohle und Grillbriketts werden nachhaltig und sozial hergestellt
Derzeit sind in Namibia bis zu 45 Millionen Hektar Savanne und Weideland mit Dornenbüschen zugewachsen. Das entspricht mehr als 30 Prozent der Gesamtfläche des Landes.[1] Das Problem an der Verbuschung: Die ursprüngliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen wird verdrängt und der Grundwasserspiegel sinkt stark. Das Land ist durch die Verbuschung nicht mehr in der Lage sich selbst mit landwirtschaftlichen Produkten und ausreichend Trinkwasser zu versorgen. Durch die kontrollierte Entnahme der Büsche und Weiterverarbeitung zu Holzkohle kann dem Verlust von Lebensraum und ökologischer Vielfalt auf effizientem Weg entgegengewirkt werden.
Im Zuge eines Projekts engagiert sich Hofer für den Ausbau FSC-zertifizierter Flächen in Namibia. Durch die FSC-Zertifizierung wird gewährleistet, dass Wälder unter Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien bewirtschaftet werden. Die Holzkohle wird ausschließlich in Namibia produziert und verpackt. So ist eine Vermischung mit anderen Holzkohlen, für die beispielsweise gefährdete Tropenhölzer aus dem Regenwald verkohlt wurden, ausgeschlossen. Neben wichtigen ökologischen Aspekten, sichert die FSC-Zertifizierung auch soziale Mindeststandards für die Arbeiter bei der Buschernte. Von der Abholzung über die Herstellung bis hin zur Abpackung: Alle Arbeitsschritte werden vor Ort durchgeführt, wodurch gerade in den ländlichen Regionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Einhaltung dieser Umwelt- und Sozialstandards wird regelmäßig durch unabhängige Kontrollen des FSC überprüft. Geplant ist, dass die Holzkohle aus dem Projekt in Namibia in einem Teil der Hofer-Filialen ab 2020 erhältlich sein wird. Außerdem soll das Grillkohle-Angebot langfristig zunehmend aus diesem Projekt bezogen werden.
Hofer hat bereits 2017 eine Holz-Einkaufspolitik veröffentlicht, die einen verbindlichen Handlungsrahmen für alle Lieferanten und Geschäftspartner darstellt. Der Lebensmittelhändler verfolgt das Ziel, bis Ende 2020 alle Produkte mit Holzbestandteilen sowie alle relevanten Verpackungsmaterialien auf zertifizierte Rohstoffe oder recycelte Materialien umzustellen.
Außerdem hat Hofer Braunkohle und Grillbriketts aus Braunkohle aus dem Sortiment genommen. Die Gewinnung von Braunkohle im Tagebau hat massive Eingriffe in die Natur, wie z. B. Erdabtragungen, Grundwasserabsenkung und Luftverunreinigungen zur Folge. Zudem werden erhebliche Gesundheitsschäden der umliegenden Anwohner sowie Arbeiter in Kauf genommen. Aus diesen Gründen hat Hofer den Verkauf von Braunkohle explizit ausgeschlossen und forciert stattdessen FSC-zertifizierte Holzkohle.
[1] Quelle: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, giz.de/en/worldwide/28648.html
Holzkohle mit sozialem Mehrwert