70 Prozent achten bewusst auf Ernährung – Protein-Snacks als Wachstumsfeld für die Fleischbranche
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Protein ist der am stärksten wachsende Ernährungstrend Österreichs – und damit auch ein Feld, auf dem sich Fleischverarbeiter zunehmend behaupten müssen. Das zeigt die aktuelle Studie „Wie is(s)t Österreich?“ von KRÜGER AUSTRIA, durchgeführt gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent sowie ergänzt durch eine qualitative Tiefenanalyse von comrecon research for change. Befragt wurden zwischen 27. April und 5. Mai 2026 1.500 Österreicher:innen im Alter von 18 bis 65 Jahren; ergänzend dazu fanden im April 2026 in Wien zwei Fokusgruppen statt.
Bewusste Ernährung als Alltagsanspruch – aber selten konsequent umgesetzt
Für 70 Prozent der Befragten ist bewusste Ernährung sehr wichtig beziehungsweise wichtig, weitere 23 Prozent achten zumindest teilweise darauf. Nur 1 Prozent misst dem Thema überhaupt keine Bedeutung bei. Gleichzeitig zeigt sich: Im Alltag bleibt immer weniger Zeit für ausgiebige Mahlzeiten. Bei 7 von 10 Befragten beeinflussen Stress und Zeitdruck das Essverhalten deutlich – mit einem klaren Generationenunterschied. In der Generation Z (15 bis 32 Jahre) sehen 84 Prozent einen Zusammenhang zwischen Stress und Ernährungsalltag, bei den Babyboomern (60 bis 80 Jahre) sind es nur 40 Prozent.
Für die Fleischbranche ist das relevant, weil genau in dieser Lücke – zwischen Anspruch und Zeitmangel – proteinreiche Snacks an Bedeutung gewinnen. 46 Prozent der Österreicher:innen snacken mittlerweile täglich, manche mehrmals. 27 Prozent greifen gezielt in stressigen, arbeitsintensiven Situationen und bei Energietiefs zu einem Snack, um ihre Energiereserven aufzufüllen.
Protein führt die Trend-Rangliste an
Bei den Ernährungstrends, die Österreichs Snack-Kultur aktuell prägen, liegt Protein mit 47 Prozent an erster Stelle, gefolgt von weniger Zucker (46 Prozent) und pflanzlichen Produkten (33 Prozent). Proteinreiche Snacks werden von den Befragten vor allem mit Sport und Fitness, Muskelaufbau und Energie für den Alltag in Verbindung gebracht – sie kommen typischerweise vor oder nach dem Training sowie in fordernden Alltagssituationen zum Einsatz. Für Fleischverarbeiter, die auf proteinreiche Wurst- und Snackprodukte setzen, bestätigt das ein Marktsegment mit Substanz: Der Bedarf an funktionalem Protein ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein Massentrend.
Bei der Wahl ihrer Snacks nennen die Befragten als wichtigste Kriterien Geschmack (96 Prozent), Preis-Leistungs-Verhältnis (91 Prozent) und die Verfügbarkeit des bevorzugten Snacks (81 Prozent), gefolgt von einem günstigen Preis (79 Prozent), natürlichen Zutaten (76 Prozent) und einem niedrigen Zuckergehalt (72 Prozent). 45 Prozent der Befragten haben zudem den Eindruck, dass in Österreich heute gesünder gesnackt wird als noch vor einigen Jahren. Am stärksten wahrgenommen werden dabei Nüsse und Kerne (60 Prozent), Obst und Trockenfrüchte (57 Prozent) sowie Müsli- und Haferriegel (53 Prozent) – pflanzliche Kategorien, gegen die sich proteinreiche Fleischsnacks im Regal künftig stärker positionieren müssen.
Vertrauen entscheidet mit – auch bei Fleischprodukten
Die ergänzende qualitative Tiefenanalyse von comrecon research for change, basierend auf zwei 2,5-stündigen Fokusgruppen im April 2026 in Wien, ordnet diese Zahlen in fünf zentrale Ernährungsdynamiken ein: Essen als innerer Kompass, Snacks als Alltagshilfe, Vertrauen durch nachvollziehbare Zutaten, Genuss ohne schlechtes Gewissen und Leistbarkeit als entscheidender Faktor. Besonders die Vertrauensfrage betrifft auch fleischbasierte Snackprodukte direkt: Relevant ist laut Studie das Zusammenspiel aus Anmutung, Zutaten, Nährwerten und Herstellerversprechen. Sichtbare Zutaten, kurze, verständliche Rezepturen und ein plausibler Nutzen schaffen Glaubwürdigkeit – ein Kriterium, das gerade bei verarbeiteten Fleischprodukten oft kritisch hinterfragt wird.
Auch der Preis bleibt ein limitierender Faktor: Gesundheitsorientierte Ernährung gilt zwar als wünschenswert, wird von den Befragten aber häufig mit höheren Kosten und mehr Aufwand verbunden. Günstigere oder spontan verfügbare Alternativen entlasten – vorausgesetzt, Geschmack, Glaubwürdigkeit und unkomplizierte Verfügbarkeit bleiben erhalten. An der Fokusgruppe zu MaxiNutrition, einer Tochtermarke der KRÜGER GROUP, nahmen 7 Personen zwischen 18 und 59 Jahren teil, sportlich aktiv mit Fokus auf Leistungssteigerung und Regeneration und regelmäßiger Verwendung von Sportnahrung – eine Zielgruppe, die für proteinreiche Fleischsnacks ebenso ansprechbar ist wie für Sportnahrungsprodukte.
Die Studie macht deutlich: Snacking ist längst kein Nebenschauplatz der österreichischen Esskultur mehr, sondern fixer Bestandteil eines dynamischen, oft stressgetriebenen Alltags. Für die Fleischbranche liegt darin eine klare Chance – proteinreiche, glaubwürdig kommunizierte Snackprodukte treffen genau jenen Bedarf, den mittlerweile fast die Hälfte der Österreicher:innen täglich hat.


