Olga Voglauer über echte Transparenz am Teller
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„Diese VP-interne Wischi-Waschi-Einigung zur Herkunftskennzeichnung ist schlichtweg unzureichend. Es sollte Allen klar sein, dass nur eine Verpflichtung echte flächendeckende Transparenz herstellt. Dass Wirtschaftsbund und Bauernbund jetzt eine Initiative als großen Durchbruch für die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie feiern, die sie selbst vor rund 10 Jahren gestartet haben, ist ein offener Beleg für den Stillstand und die Selbstblockade innerhalb der Volkspartei. Das, was hier vorgestellt wird existiert längst und wurde bloß mit ein wenig Digitalisierung aufgehübscht. Die VP verkauft hier wieder einmal alten Wein in neuen Schläuchen und weiß noch nicht einmal, bis wann sie das umsetzen will“.
„Freiwillig wird kein Wirt angeben, dass sein Billigschnitzel aus der Schweinefabrik in Spanien oder das Flüssig-Ei im Kaiserschmarren aus ukrainischer Käfighaltung kommt“, meint Voglauer: „Genau diese Dumping-Praxis schadet den heimischen Bäuer, die unter strengeren Maßstäben produzieren. Das muss auf’s Tapet, wenn’s um die Transparenz am Teller geht.“
„Es ist beschämend, wie konsequent der Bauernbund innerhalb der eigenen Partei regelmäßig umfällt. Seit Jahren fordern die heimischen Landwirt eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie und jetzt werden sie erst recht wieder mit einem freiwilligen System abgespeist, weil der Wirtschaftsflügel jegliche Weiterentwicklung blockiert. Gerade nach diesem katastrophalen Dürresommer brauchen unsere landwirtschaftlichen Betriebe breite Unterstützung und verlässliche Partner – gerade auch in der Gastronomie. Dass die beiden Koalitionspartner SPÖ und NEOS hierzu offenbar überhaupt nichts zu sagen haben, ist auch bemerkenswert. Landwirtschaftsminister Totschnig sollte es eigentlich am besten wissen: Wer unsere Bäuerinnen und Bauern und deren qualitätvollen Produkte unterstützen will, muss für echte Transparenz am Teller sorgen, nicht für das Marketing von Scheinlösungen. Wir Grüne werden uns weiterhin für eine gesetzliche Lösung und echte Transparenz einsetzen.“




