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EU-Schweinemarkt: Russland-Embargo drückt auf die Preise

Auch zu Beginn dieser Woche bleibt der europäische Schlachtschweinemarkt stark geprägt vom russischen Importstopp für Schweinefleischlieferungen aus der EU.

Die Notierungen geben in fast allen Mitgliedsländern deutlich nach – am stärksten in Österreich, Deutschland (je 7 Cent) und Frankreich (-5 Cent). Die Exportsperre Moskaus lässt vor allem die Preise für Speck und Abschnitte in den Keller rasseln.

Beispielsweise verlor Speck im internationalen Handel binnen einer Woche von EUR 1,- auf 40 Cent per kg. Nur weil das Angebot an schlachtreifen Schweinen derzeit EU-weit unterdurchschnittlich ausfällt, blieben die Notierungen von einem Absturz bisher verschont.

Auch in Österreich hat sich der Warenstrom bei Schweinen wie auch bei Fleisch verlangsamt. Laut Aussagen der Branche wandert zurzeit überdurchschnittlich viel Verarbeitungsfleisch in die Lager, mancherorts sollen diese bereits nicht mehr aufnahmefähig sein. Fleisch, das keinen Markt- oder Lagerplatz findet, wird billig verkauft.

Vor diesem Hintergrund musste auch hierzulande der Forderung der Abnehmer nach einer deutlichen Preiskorrektur entsprochen werden. Der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse sinkt diese Woche um 7 Cent auf EUR 1,52 (Berechnungsbasis: EUR 1,42 je kg).

Prognosen schwierig
Wie sich der Markt in den kommenden Wochen entwickeln wird, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Unsicherheit und Unklarheit prägen aktuell die Diskussion und Stimmungslage in der Fleischbranche. Als Lichtblick gilt, dass Russland thermisch behandeltes oder fermentiertes Fleisch (Wurst- und Selchwaren, Convenience-Produkte usw.) als Importware zulässt und das Angebot an schlachtreifen Schweinen vorerst nicht drückend ausfallen dürfte.

Die EU versucht derzeit, Exporte aus europäischen Ländern, die nachweislich virusfrei sind, wieder möglich zu machen. Die Verhandlungen zwischen Brüssel und Moskau verlaufen jedoch zäh und ein Ende ist noch nicht absehbar. (Red./AIZ)

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