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EU-Schweinemarkt: Nord- und Mitteleuropa ausgewogen

Während in den letzten Wochen EU-weit einheitliche Marktverhältnisse vorherrschten, sind aktuell unterschiedliche Entwicklungen erkennbar. In den südlicheren Regionen, wo bereits seit Wochen die Hitze das Schweinewachstum negativ beeinflusst, bereitet sich zu dem die Tourismusbranche für den allsommerlichen Urlauberanstrom vor.

Also in Summe erzeugerpreisfreundliche Verhältnisse. Genau umgekehrt verhält es sich im Norden Europas, wo niedrigere Temperaturen die biologischen Leistungen weniger beeinflussen und in den nächsten zwei bis drei Monaten zig Millionen Verbraucher fehlen werden, die dann in südlicheren Gefilden ihren Appetit auf Schweinefleisch stillen werden. Vor diesem Hintergrund tendieren nur in südlichen Ländern die Schweinepreise aufwärts, während im übrigen Binnenmarkt unverändert notiert wird.

In Österreich sind schlachtreife Schweine weiterhin gefragt. Das Verhältnis zur Nachfrage am Fleischmarkt ist aber wieder ausgewogener als in den letzten Wochen. Das Grillgeschäft läuft zwar auf Hochtouren, wenngleich auch angemerkt wird, dass ab einer gewissen Hitze Grillaktivitäten eher leiden. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar, da landesweit wegen Waldbrandgefahr in Medien von Grillverboten auf öffentlichen Plätzen in vielen Städten berichtet wird. Da aber Schlachtzahlen und Schlachtgewichte abnehmende Tendenz aufweisen, liegen Angebot und Nachfrage gleich auf. Konsequenz an der Ö-Börse: mit 1.76 Euro unveränderter Vorwochenpreis.

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