
Als Fleischereibetrieb hat man viele Möglichkeiten den Spargel ins Sortiment einzubauen – nicht nur in Form eines „Gekochten Spargelschinkens“ oder als Füllung für Pasteten, sondern auch als Convenience-Produkt für den Endverbraucher. So kann man beispielsweise fertig vorbereitete Spargel-Cordonbleus anbieten, die vom Kunden dann zu Hause nur mehr ausgebacken werden müssen.Oder man bereitet sogenannte Mozart-Rollen (mit Spargel und Schinken gefüllte Palatschinken, die dann paniert und gebacken werden) vor. Aber auch Spargel-Gröstl (wunderbar mit Kalbszunge und Erdäpfeln), Leipziger Allerlei (Ragout mit Spargel, Morchel, Frühlings-Gemüse, Flusskrebsen und Kalbszunge) oder ein Schinken-Reis mit Spargel sind für die Frischetheke erfolgsversprechende Produkte. Und natürlich spricht nichts dagegen, den Spargel einfach nur gedämpft mit frischem Schinken nach Wahl und zerlassener Butter anzubieten.
Der Konsument wird es einerseits danken, wenn in der Frischetheke nicht immer nur der alltägliche Einheitsbrei aufgetischt wird und andererseits auch sicher erfreut auf Halbfertig-Produkte zurückgreifen, die ihm einerseits die lästige und zeitraubende Mis en place vereinfachen und andererseits trotzdem seine eigene Küche bereichern. So kann man beispielsweise blanchierte Spargelstangen mit Käse und Schinken umwickeln und fertig vorpaniert anbieten, die dann zu Hause nur mehr ausgebacken werden müssen (eignet sich übrigens auch als TK-Ware). Oder man bietet mit Spargel gefüllte Fleischtaschen an, die dann vom Konsumenten weiter verarbeitet werden – der eigenen Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Das Einzige was dabei zu beachten ist, ist der Umstand dass diese Convenience-Produkte so gestaltet sind (am besten in einzelnen Bestandteilen als „Baukasten“), dass sie dem Käufer noch Spielraum für eigene Ideen lassen – sonst kann er sich gleich (wesentlich preiswertere) Fertigprodukte im Supermarkt kaufen.