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Weniger Soja-Importe aus Südamerika: Handelsverband unterstützt Eiweiß-Strategie.

Die EU-Agrarpolitik muss Anbau gentechnikfreier europäischer Eiweißpflanzen stärker forcieren, um die abholzung des Regenwaldes nicht zu unterstützen. Im Rahmen eines gemeinsamen Gipfels mit Vertreter:innen aus Landwirtschaft, Politik und Handel wurde die Strategie erstmals vorgestellt und konkrete Maßnahmen diskutiert.

Österreichisches bzw. europäisches Soja ist garantiert gentechnikfrei und für den Anbau werden keine Regenwälder abgeholzt. Der Handelsverband hatte sich u.a. aus diesem Grund auch explizit gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen ausgesprochen. Darüber hinaus braucht es eine fairere Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik mit Fokus auf kleine Betriebe und gezielter Unterstützung europäischer Eiweißpflanzen.

Soja-Importe sollen bis 2030 um die Hälfte reduziert werden

„Wir sind überzeugt davon, dass uns eine Erhöhung des Eigenversorgungsgrades bei Eiweiß krisenresilienter machen wird und alle Partner entlang der Wertschöpfungskette davon profitieren können – die heimische Landwirtschaft ebenso wie der Handel, die Konsumentinnen und Konsumenten und auch das Klima. Denn mehr Umweltschutz heißt weniger Soja-Importe aus Südamerika“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

 „Hochwertige Lebensmittel verdienen sich einen fairen Preis. Dafür braucht es Kostenwahrheit und Transparenz. Nachhaltig produzierte Lebensmittel sollten einfach zu erkennen und für alle Menschen leistbar sein, auch für jene mit kleinerer Geldbörse. Wir wollen nicht, dass unsere kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft durch Billig-Importe von Gen-Soja aus Südamerika noch stärker unter Druck kommt. Daher unterstützen wir das Ziel, die Soja-Importe bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren“, sagt Will.

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