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Richtig Strom sparen im Büro

Wussten Sie das? Einen Laptop statt einen Stand-PC zu verwenden, spart etwa 70 Prozent der verbrauchten Energie pro Jahr. In Büros, im Homeoffice und vor allem in der IT gibt viel Potenzial, den Energieverbrauch zu senken. Wie man richtig viel Energie sparen kann, verrät Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien. 

Die Europäische Kommission schlug im Sommer 2022 eine neue Verordnung des Rates über koordinierte Maßnahmen zur Senkung der Gasnachfrage vor. Die neue Verordnung sieht vor, allen Mitgliedstaaten das Ziel vorzugeben, die Gasnachfrage im Zeitraum vom 1. August 2022 bis zum 31. März 2023 um 15 Prozent zu senken.

Bewusstsein für Energieverbrauch

Wichtig sei es, dafür ein Bewusstsein bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen, um hier den gewünschten Effekt zu erzielen, sagt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien.

Im Jahr 2020 stieg der Stromverbrauch von Österreichs Haushalten während der Coronakrise um durchschnittlich 5 Prozent. Der Mehrbedarf an Heizenergie durch das Arbeiten von Zuhause aus wird auf rund 4 Prozent geschätzt.

Energiesparen – wo geht’s am besten?

Ein wichtiger Schalthebel ist der Griff zum Heizkörperthermostat. Denn ein Grad wärmer im Raum bedeutet einen um sechs Prozent höheren Energieverbrauch. Beim Lüften ist es ratsam, die Heizkörper ganz abzudrehen.

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Querlüften

Durch die wärmeren Sommer mit mehr Hitzetagen und daraus resultierenden Tropennächten steigt auch der Kühlbedarf enorm. Querlüften und offene Fenster während der kühleren Nachtstunden ist eine Möglichkeit, um die Raumtemperatur ohne den Einsatz von Strom, wirksam zu senken.

Serverräume richtig kühlen

Enormen Kühlbedarf haben Serverräume, deren Temperatur oft mehr als nötig gesenkt wird. Bis 24 Grad sind für die IT-Sicherheit unbedenklich. Der Stromverbrauch sinkt mit jedem Grad mehr um 4 Prozent.

Bewegungsmelder helfen beim Energiesparen

Wenn Licht nicht unbedingt gebraucht wird, bleibt es am besten abgedreht. Bewegungsmelder in Lagern, Fluren oder auf Toiletten helfen hier beim Einsparen. Wenn Arbeitsplätze das natürliche Licht optimal nutzen, hilft das neben dem Energiesparen auch dem Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Licht hat prinzipiell noch mehr Potenzial: Wird ein altes Beleuchtungssystem auf eine stromsparende Neuanlage umgestellt, können 50 Prozent Energie eingespart werden. Mit Tageslichtsteuerung und Bewegungsmeldern sind weiter 30 Prozent Einsparung möglich.

Nicht benötigte Programme schließen

Einsparpotenzial ist auch vorhanden, wenn nicht benötigte Programme im Task-Manager geschlossen werden. Für Computer, die zwar effizienter aber auch leistungsstärker wurden, gilt am Feierabend vor allem eines: abschalten. Das gilt auch für Drucker, Monitore und Modems.

Ein Notebook verbraucht bis zu 70 Prozent weniger Strom als ein Desktop-Computer. Bei einer Betriebszeit von 8 Stunden pro Tag, beträgt die durchschnittliche Leistung 40 Watt, was mit 100 kW/h pro Jahr ins Gewicht fällt.

Energieverbrauch des World Wide Web

Was auf der Stromrechnung nicht sichtbar ist und dennoch stark ins Gewicht fällt, ist der Energieverbrauch des World Wide Web. Dieser steigt kontinuierlich. Bis 2030 könnten Rechenzentren und Datenbanken 13 Prozent des weltweiten Stroms verbrauchen. Vor allem Videostreaming braucht enorm viel Energie aufgrund der hohen Übertragungsleistungen.

Übrigens: 4G benötigt etwa 23 Mal so viel Strom wie eine Glasfaseranbindung. Der neue Standard 5G ist vergleichsweise energieeffizienter.

Wissenswertes

Die Nutzenergie in einem durchschnittlichen Bürogebäude verteilt sich wie folgt:48 Prozent Heizung
18 Prozent Kühlung
14 Prozent Lüftung
9 Prozent Beleuchtung
8 Prozent Stromverbrauch
3 Prozent Warmwasser

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