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Feinster Blätterteig, perfekt gegartes Wildfleisch und ein Jus, der geschmacklich auf den Punkt kommt: Mit dieser Kombination hat sich Louis Renier den Weltmeistertitel bei der zweiten Weltmeisterschaft der Wildpastete gesichert. Am 27. Oktober 2026 setzte sich der Souschef des Restaurants La Chèvre d’Or im französischen Èze gegen internationale Spitzenköche durch. Austragungsort war das renommierte Restaurant Le Chambard von Zwei-Sterne-Koch Olivier Nasti in Kaysersberg im Elsass.

Ein Klassiker auf höchstem Niveau

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand der Pithiviers, eine traditionelle französische Pastetenspezialität im Blätterteigmantel. Bei der Weltmeisterschaft wurde der Klassiker mit Wildfleisch interpretiert. Zur Auswahl standen drei Kategorien: Federwild, Haarwild und gemischte Wildpastete.

Entscheidend waren nicht nur Geschmack und Kreativität. Auch die Verarbeitung des Blätterteigs, präzise Gartechniken, das fachgerechte Anschneiden und die Qualität der Sauce flossen in die Bewertung ein. Gerade bei einer Wildpastete müssen Fleisch, Füllung und Teig handwerklich perfekt zusammenspielen.

© Ilya Kagan
© Ilya Kagan

Louis Renier überzeugt mit Präzision

Der neue Weltmeister punktete mit besonders feinem Blätterteig, einer kraftvollen, harmonisch abgestimmten Sauce und einer eigenständigen Rezeptur, die klassische französische Pastetenkunst zeitgemäß interpretiert.

Bettcher / Oktober – November 2026

Für Renier ist der Sieg ein weiterer Meilenstein seiner Karriere. Bereits 2022 hatte er bei der Weltmeisterschaft des „Lièvre à la Royale“, einem traditionsreichen französischen Hasengericht, den zweiten Platz erreicht.

Den Vizeweltmeistertitel sicherte sich Florent Peresse vom Restaurant Les Prés d’Eugénie. Auf Platz drei landete Nicolas Delaroque von La Maison de Nico in San Francisco.

5.000 Euro für den Weltmeister

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von den drei französischen Spitzenköchen und Meilleurs Ouvriers de France Olivier Nasti, Éric Briffard und Fabien Pairon. Die Ehrenpräsidentschaft übernahm Michel Roth, Gewinner des Bocuse d’Or 1991.

Zwei getrennte Jurys bewerteten die Kreationen. Während die Verkostungsjury Geschmack, Aromenharmonie und kulinarische Qualität beurteilte, nahm die Küchenjury vor allem die handwerkliche Ausführung unter die Lupe.

Louis Renier erhielt für seinen Sieg die offizielle Weltmeistertrophäe, 5.000 Euro Preisgeld sowie weitere Partnerpreise.

Große Bühne für die Pastetenkunst

Mit Teilnehmern aus Frankreich, Japan, der Schweiz und den USA unterstrich die zweite Ausgabe den internationalen Anspruch des Wettbewerbs. Im Zentrum stand dabei eine Disziplin, die auch für das österreichische Fleischerhandwerk interessant ist: die anspruchsvolle Verarbeitung von Wildfleisch zu hochwertigen Pasteten und Spezialitäten.

Denn hinter einer gelungenen Wildpastete steckt weit mehr als ein gutes Rezept. Fleischqualität, sorgfältige Verarbeitung, exakte Temperaturen und das Zusammenspiel der Zutaten entscheiden über das Ergebnis. Genau diese handwerklichen Fähigkeiten standen in Kaysersberg im Rampenlicht.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.championnat-tourte-gibier.com.