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Blumeserhof Sistrans: Wie ein Tiroler Milchviehbetrieb zur Hochlandrinder-Adresse wurde

Der Blumeserhof in Sistrans hat seinen Milchviehbetrieb erfolgreich auf Hochlandrinder umgestellt. Die robuste Rasse bewirtschaftet das Tiroler Grünland effizient und liefert hochwertige Fleischqualität – ein Modellbetrieb für nachhaltige Rinderzucht in Österreich.

Der Blumeserhof in Sistrans hat seinen Milchviehbetrieb erfolgreich auf Hochlandrinder umgestellt. Die robuste Rasse bewirtschaftet das Tiroler Grünland effizient und liefert hochwertige Fleischqualität – ein Modellbetrieb für nachhaltige Rinderzucht in Österreich.
Am 9. November wurde der Blumeserhof der Familie Folie/Kecht in Sistrans zum Treffpunkt für zahlreiche Züchter und Interessierte. Beim Tiroler Hochlandrinderstammtisch bot sich den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, tief in die Welt der Hochlandrinderzucht einzutauchen. © Maria Moser

Blumeserhof Sistrans: Wie ein Tiroler Milchviehbetrieb zur Hochlandrinder-Adresse wurde

Vom Milchvieh zur robusten Rinderzucht

Wer den Blumeserhof in Sistrans betritt, spürt sofort, dass hier ein besonderer Umgang mit Tieren gepflegt wird. Auf rund 1.000 Metern Seehöhe bewirtschaftet die Familie Folie/Kecht 6,8 Hektar Grünland – und hat den Hof seit 2001 Schritt für Schritt von einem klassischen Milchviehbetrieb zu einem Standort für hochwertige Hochlandrinderzucht weiterentwickelt. Beim Tiroler Hochlandrinderstammtisch am 9. November wurde sichtbar, wie viel Engagement in dieser Spezialisierung steckt.

Herausfordernder Neustart auf 1.000 Meter Seehöhe

Der Weg in die Zucht war nicht leicht, wie Fritz Folie bei der Vorstellung des Betriebs erklärte. Die ersten beiden Tiere markierten den Beginn einer Transformation, die heute in einer 19-köpfigen Herde mündet. Die widerstandsfähige Rasse eignet sich ideal für steiles Grünland und extensive Bewirtschaftung – ein Vorteil, der gerade im alpinen Raum Tirols zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dass Hochlandrinder zudem für ihre Fleischqualität geschätzt werden, macht sie für Direktvermarktung und regionale Wertschöpfung attraktiv.

Bettcher Trimming
Bettcher Trimming
Die widerstandsfähigen Hochlandrinder eignen sich ideal für steiles Grünland und extensive Bewirtschaftung – ein Vorteil, der gerade im alpinen Raum Tirols zunehmend an Bedeutung gewinnt. © Maria Moser
Die widerstandsfähigen Hochlandrinder eignen sich ideal für steiles Grünland und extensive Bewirtschaftung – ein Vorteil, der gerade im alpinen Raum Tirols zunehmend an Bedeutung gewinnt. © Maria Moser

Sommerfrische auf der Juifenalm

Von Anfang Juni bis Mitte September verbringt die Herde den Almsommer auf der Juifenalm im Sellraintal. Die Höhenlage und das kräuterreiche Futter sorgen für eine besonders robuste Kondition der Tiere – ein Aspekt, den immer mehr Betriebe in Österreich als Qualitätsmerkmal erkennen. Neben der Arbeit am Hof ist Fritz Folie als Schaufahrer aktiv und konnte dabei bereits einige Erfolge erzielen, was den Zuchtbetrieb zusätzlich stärkt.

Handwerk, Austausch und ein starkes Netzwerk

Der Tiroler Hochlandrinderstammtisch bot den Züchterinnen und Züchtern eine Plattform für fachlichen Austausch und praktische Einblicke. Nach der Hofführung lud die Familie Folie/Kecht zu einem Hochlandrindergulasch ein – ein kulinarischer Beweis dafür, welche Qualität hinter der Arbeit mit den Tieren steht.