„Damit haben Sie sich bereits jetzt schon das scho?nste Weihnachtsgeschenk gemacht.“ Mit diesen Worten gratulierte Barbara Zinkl Funk, gescha?ftsfu?hrende Gesellschafterin der 1. Bayerischen Fleischerschule Landshut, den insgesamt 34 Absolventinnen und Absolventen des 449.

Aus ganz Deutschland und Österreich kamen die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer des MK 449, um sich an der 1. BFS weiterzuqualifizieren.(©1.BFS)
Meisterkurses zu ihrem Erfolg und fu?gte hinzu: „Konservieren Sie dieses positive Gefu?hl, das Abfallen der wochenlangen Anspannung, das Realisieren, das große Ziel erreicht zu haben.“
Nach wochenlangem Lernen mit u?ber 500 Unterrichtsstunden hieß es fu?r die Jungmeisterinnen und meister nun endlich: „Bestanden!“. Damit konnten sie sich ihren perso?nlichen Fortbildungstraum erfu?llen und wurden im Rahmen eines feierlichen Festakts im Landshuter Zeughaus mit dem lang ersehnten Meisterbrief belohnt – einem „fu?r uns unbezahlbaren Dokument“, wie es Absolvent Peter Meller aus Pulheim in seiner Dankesrede ausdru?ckte.
Umfangreiche Weiterbildung in Theorie und Praxis
Um diese fu?r sie so wertvolle Etappe zu erreichen, mussten sich die Kursteilnehmenden seit September fit machen in allen theoretischen und praktischen Bereichen der Meisterausbildung – „von A wie Aufschnitt bis Z wie Zivilklage“, so Zinkl-Funk.
Dabei scheuten die jungen Meisterinnen und Meister aus ganz Deutschland und O?sterreich weder weite Anfahrtswege noch Zeit und Mu?hen, wozu auch die Produktion von u?ber 130 Fleischund Wurstwaren za?hlte. Florian Lang, Vorsitzender des Pru?fungsausschusses der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, betonte, welch komplexe Aufgabenstellungen die Pru?flinge dabei lo?sen mussten:

In über 500 Unterrichtsstun- den eignen sich die Kursteil- nehmen Profikenntnisse aus Theorie und Praxis an.(©1.BFS)
„Sie haben Tolles geleistet!“ Gleichzeitig riet er, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern das Erlernte weiter auszubauen – nach dem Motto von Leonardo da Vinci: „Armselig der Schu?ler, der seinen Meister nicht u?bertrifft.“
„Bunt gemischte Truppe“ aus Deutschland und O?sterreich
Im Namen der Klasse bedankten sich Erik Blahut, Michael Kothgasser, Peter Meller und Michael Resch bei den Dozierenden, Fachlehrern, Eltern und Freunden sowie dem gesamten Team der 1. BFS fu?r die Unterstu?tzung in dieser a?ußerst anstrengenden Zeit der vergangenen drei Monate.
Als „bunt gemischte Truppe“ aus allen Teilen Deutschlands sowie aus O?sterreich ha?tten sich die Kursteilnehmenden „in dieses Abenteuer gestu?rzt“ und seien dabei bis an ihre Grenzen gegangen – was sich letzten Endes aber ausgezahlt habe. Als Dankescho?n u?berreichten sie Zinkl-Funk ein gerahmtes Kurs-Foto, mit dem sie sich traditionell in der sogenannten „Hall of Fame“ der Schule verewigen.
Auszeichnungen fu?r besondere Leistungen
Als Kursbester wurde Andreas Schabbing aus Heek (NordrheinWestfalen) ausgezeichnet. Der 23-Ja?hrige erhielt neben seiner Meisterurkunde, dem Schuldiplom der 1. BFS und einer silbernen Anstecknadel mit dem Meister-M ein Landshuter Buchskranzerl sowie Weiterbildungsgutscheine im Wert von u?ber 150 Euro fu?r Kurse an der 1. BFS.
U?ber eine besondere Ehrung durfte sich auch der mit 18 Jahren ju?ngste Teilnehmer Michael Resch aus Langquaid (Bayern) freuen: Er wurde in die „Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks“ aufgenommen.
Notwendige Vera?nderungen bei einem der a?ltesten Gewerke
Christian La?pple, Vizepra?sident der Handwerkskammer NiederbayernOberpfalz, sprach die Absolventinnen und Absolventen schließlich frei vom Gesellenstand und verlieh ihnen „Meisterehre, Meisterstand undMeistertitel“.
In seiner Festrede gratulierte er zum Pru?fungserfolg: „Lassen Sie sich heute feiern!“ Auch wenn die Meisterinnen und Meister aus unterschiedlichen Bereichen ka?men – aus der Landwirtschaft, dem klassischen Handwerk oder dem Handel – so eine sie alle der Wunsch, „das Image der Branche zu verbessern und die Konsumenten fu?r bewussten Fleischkonsum zu begeistern“.
La?pple besta?rkte sie darin und betonte, dass der Metzgerberuf zwar zu den a?ltesten Gewerken geho?re, sich aber u?ber dieJahre vera?ndert habe. „Trends und technische Neuerungen machen auch vor der Fleischwirtschaft keinen Halt. Und das ist nichts Schlechtes!“
Vernetzt bleiben und weiter ausbilden
Zum Abschluss des Festakts, der von den Landshuter Turmbla?sern unter Leitung von Horst Kirch musikalisch umrahmt wurde, bedankte sich ZinklFunk bei allen Absolventinnen und Absolventen „fu?r das scho?ne Miteinander, die Zweibahnstraße aus Geben und Nehmen“. Sie rief dazu auf, der Branche treu zu bleiben, sich im Absolventenverband der 1. BFS zu vernetzen und Interessierte fu?r eine Ausbildung zu begeistern: „Wir brauchen den Nachwuchs.“
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