
Eines Tages könne die Firma womöglich gar keine Fleischprodukte mehr anbieten: „Das soll der Verbraucher entscheiden, sonst niemand“, sagte Rauffus. Er selber habe kein Problem mit dem Fleischverzehr. „Ich weiß nicht, ob der Mensch ein so großes Gehirn hätte und so groß gewachsen wäre, wenn er kein Fleisch gegessen hätte“, sagte Rauffus. Für vegetarische Kost sprächen aber ökologische Gründe. „Mir geht es um den Klimawandel“, sagte er. Die CO2-Bilanz eines Steaks sei „riesig“.
„So wird es nicht weitergehen auf diesem Planeten“, zeigte sich Rauffus überzeugt. „Meine Generation ist ziemlich sicher die erste und letzte, die dreimal täglich Fleisch essen kann.“ Rügenwalder Mühle hatte Ende 2014 begonnen, vegetarische Wurst-Produkte herzustellen. Es gibt auch fleischfreie „Fleischlaberln“. Die Nachfrage danach ist nach Unternehmensangaben deutlich höher als ursprünglich erwartet.