Landwirtschaft & Umwelt

Lieferanten kritisieren Rewes jö-Card

Wer nicht mitmacht, werde schlechter behandelt – Handelskonzern dementiert.

Der „jöBonusclub von REWE”sorgt für Verstimmung unter Lieferanten. Diversen Medienberichten zufolge befürchtet die Lebensmittelindustrie, dass jene Lieferanten, die sich an dem Bonus Club nicht beteiligen, schlechter behandelt werden.

Brief vom Fachverband an Rewe

Der Fachverband Nahrungs- und Genussmittelindustrie der Wirtschaftskammer hat in einem Brief, der unter anderem der APA vorliegt, an Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti seinen Unmut kundgetan: „Aus dem Mitgliederkreis wurde uns kommuniziert, dass Rewe nach Abschluss der Jahresgespräche und der Jahresvereinbarungen die Lieferanten mit einem Angebotspaket konfrontiert, aus dem der Eindruck entsteht, dass teilweise bis zu einem Prozent vom Jahresumsatz als Kostenbeteiligung an der Einführung der ‘jö-Karte’ gefordert wird.”

Lieferanten, die dies ablehnen, befürchten eine Schlechterstellung. Rewe biete den Lieferanten für die Beteiligung am Umsatz Daten aus den Kartenumsätzen zur Lizenzierung. Diese Daten hätten für viele Lieferanten wenig bis keinen Mehrwert, wird die Geschäftsführerin des Fachverbandes, Katharina Koßdorff, zitiert.

„Keine Nachteile”

Rewe weist die Vorwürfe zurück. Den Lieferanten, die das Angebot nicht annehmen entstünden keine Nachteile, versucht Rewe-Sprecherin Ines Schurin zu kalmieren. Es habe diesbezüglich auch bereits Gespräche mit den Lieferanten gegeben. Es werde auch niemand gedrängt beim “jö Bonus Club” mitzumachen.

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