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Blockchain macht Herkunft in Großküchen transparent

Die ja zu nah GmbH digitalisiert in Österreich die gesamte Wertschöpfungskette regionaler Lebensmittel und schafft überprüfbare Transparenz für Gastronomie und Großküchen.

Die ja zu nah GmbH digitalisiert in Österreich die gesamte Wertschöpfungskette regionaler Lebensmittel und schafft überprüfbare Transparenz für Gastronomie und Großküchen.
Küchenleiter des LK NÖ-Betriebsrestaurants „Zum Landwirt“ Thomas Rabl, LK NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager und ja zu nah-Geschäftsführer Waldemar Pöchhacker © ja zu nah GmbH

Blockchain macht Herkunft in Großküchen transparent

Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Mit der Einführung eines blockchainbasierten Transparenzsystems setzt dieja zu nah GmbH einen neuen Maßstab für nachvollziehbare Regionalität in der österreichischen Außer-Haus-Verpflegung. Erstmals wird die gesamte Wertschöpfungskette heimischer Lebensmittel digital erfasst und für Gäste, Auftraggeber und Mitarbeitende transparent dargestellt – vom Feld oder Stall bis zur Küche.

Ziel ist es, Herkunft nicht nur zu versprechen, sondern belegbar zu machen. Gerade in der Gemeinschaftsverpflegung gewinnt dieser Anspruch zunehmend an Bedeutung.

Regionalität braucht Belege

„Regionalität braucht mehr als gute Absichten, sie braucht Nachvollziehbarkeit“, betont Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Wer Regionalität kommuniziere, müsse diese auch nachweisen können. Das neue Transparenztool schaffe dafür die notwendige Grundlage und stärke gleichzeitig das Vertrauen in regionale Lebensmittel sowie die bäuerliche Wertschöpfung in Österreich.

Einblick bis zum einzelnen Betrieb

Über das System erhalten Gäste, Patient:innen oder Mitarbeiter:innen detaillierte Informationen zur Herkunft der eingesetzten Lebensmittel – bis hin zu konkreten landwirtschaftlichen Betrieben, Feldern oder Ställen. Für Gastronomie, Hotellerie und Großküchen eröffnet sich damit eine neue Form der Herkunftskommunikation direkt im Gästebereich.

„Hinter jedem Lebensmittel stehen Menschen, Höfe und Arbeit“, sagt Waldemar Pöchhacker, Geschäftsführer der ja zu nah GmbH. Das Tool mache diese Leistungen sichtbar und gebe Produzent:innen ein Gesicht – nachvollziehbar und überprüfbar.

Blockchain als technisches Rückgrat

Technische Basis bildet eine Blockchain-Struktur. Jeder Schritt entlang der Lieferkette – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über Verarbeitung und Logistik bis zur Küche – wird fälschungssicher dokumentiert und dauerhaft gespeichert. Diese unveränderbare Datengrundlage erhöht nicht nur die Transparenz, sondern auch die Lebensmittelsicherheit.

Im Anlassfall, etwa bei Qualitätsabweichungen oder Rückrufen, können Chargen gezielt und rasch zurückverfolgt werden. Für Gäste genügt ein QR-Code am Buffet, auf dem Menüplan oder im Speisesaal, um die Herkunft der verwendeten Lebensmittel einzusehen. Die Inhalte lassen sich zudem über Bildschirme, Printformate, Mitarbeiter-Apps oder Webanwendungen ausspielen.

Wettbewerbsvorteil für Betriebe

Das Transparenztool versteht sich nicht als reines Kontrollinstrument, sondern als strategisches Kommunikations- und Differenzierungswerkzeug. In einem stark preisgetriebenen Markt ermöglicht überprüfbare Herkunft eine klare Abgrenzung vom Mitbewerb und stärkt Vertrauen sowie Kundenbindung.

Erste Rückmeldungen aus laufenden Live-Tests zeigen laut Anbieter eine unmittelbare positive Wirkung – sowohl bei Gästen als auch bei Mitarbeitenden und öffentlichen Auftraggebern.

Flexible Modelle für Gastronomie und Großküchen

Das System wurde gezielt für die Anforderungen von Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie, Hotellerie und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Dank modularer Struktur lässt es sich in bestehende Abläufe integrieren – vom kleinen Gasthaus bis zur Großküche.

Geplant sind unterschiedliche Nutzungsmodelle, darunter Pay-per-Use-Varianten, Lizenzmodelle für den Dauerbetrieb sowie White-Label-Lösungen für die Nutzung unter eigener Marke. Damit wird Herkunftstransparenz wirtschaftlich skalierbar.

Mehr Vertrauen durch sichtbare Herkunft

Mit dem digitalen Transparenztool können Betriebe erstmals direkt im Gästebereich zeigen, wofür sie stehen: regionale Beschaffung, faire Partnerschaften mit bäuerlichen Betrieben und nachvollziehbare Herkunft statt bloßer Marketingaussagen. Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer Lebensmittelversorgung, die nicht nur kocht, sondern auch erklärt, woher das Essen kommt.

Weitere Informationen unter jazunah.at.