Kletzerl kehrt zurück: Innviertler Wurstklassiker wieder in Produktion

Kletzerl kehrt zurück: Innviertler Wurstklassiker wieder in Produktion
Comeback mit regionaler Verankerung
Das „Kletzerl“ ist zurück im Regal. Nach der Übernahme des insolventen Wurstwarenherstellers Kletzl durch die bayerische Premium-Metzgerei Wasner läuft die Produktion wieder am Traditionsstandort Wildenau im Innviertel. Gefertigt wird nach überlieferter Originalrezeptur, der Verkaufsstart im Handel ist für März 2026 vorgesehen.
Zum Neustart umfasst das Sortiment vier Varianten: Classic, Feurig, Cheese und Vegan. Damit verbindet der Relaunch vertraute Produktqualität mit einer behutsamen Sortimentserweiterung.
Fixpunkt der österreichischen Jausenkultur
Über Jahrzehnte war das „Kletzerl“ weit mehr als ein Snack. Ob auf der Brettljause, in der Schuljause oder als Proviant bei Ausflügen, der Hartwurstklassiker war fest in der österreichischen Alltagskultur verankert. Mit dem Verschwinden der Marke ging für viele Konsumentinnen und Konsumenten auch ein Stück kulinarischer Identität verloren.
Die Wiederaufnahme der Produktion trifft daher auf eine gewachsene Fangemeinde, die mit dem Produkt Erinnerungen, Regionalität und Verlässlichkeit verbindet.
Herstellung nach Originalrezeptur
Mit dem Neustart bleibt der Qualitätsanspruch unverändert. Produziert wird weiterhin in Österreich, mit regionalen Rohstoffen und nach überlieferter Rezeptur. Die klassischen Sorten basieren auf Schweinefleisch, die vegane Variante auf Erbsenprotein. Alle Produkte sind gluten- und laktosefrei sowie frei von Zusatzstoffen konzipiert.
Die Portionsgröße zielt bewusst auf den unkomplizierten Konsum ab, als Snack für unterwegs, zur Jause oder als Ergänzung im Feinkostbereich.
Verpackung setzt auf Wiedererkennung
Auch optisch wurde der Markenauftritt weiterentwickelt. Die neu gestalteten Verpackungen erzählen die Produktgeschichte über illustrierte Figuren, die je nach Sorte unterschiedlich inszeniert sind. Humorvolle Claims und emotionale Bildsprache sollen sowohl bestehende Fans als auch jüngere Zielgruppen ansprechen.
Begleitend sind Community-Aktionen geplant, etwa rund um musikalische Markeninszenierungen, um die Bindung zur Konsumentenschaft neu zu aktivieren.
Wachstumsperspektiven am Standort
Der Produktionsneustart ist zugleich ein wirtschaftliches Signal für den Standort Innviertel. Nach der Einführung der vier Startsorten sind bereits weitere Varianten in Planung. Langfristig wird eine Produktionsmenge von 80 bis 100 Tonnen pro Woche angestrebt, was einer Jahreskapazität von rund 4.000 Tonnen entspricht.
Damit positioniert sich das „Kletzerl“ nicht nur als Nostalgieprodukt, sondern als strategisch weiterentwickelter Bestandteil des Snacksegments.
Grenzübergreifende Partnerschaft
Die Metzgerei Wasner aus Bad Birnbach bringt über 100 Jahre Handwerkserfahrung in die Weiterführung der Marke ein. Das Unternehmen setzt auf regionale Rohstoffbeschaffung, moderne Produktionsstandards und zertifizierte Lebensmittelsicherheit nach IFS Food Standard.
Mit rund 500 Mitarbeitenden und 80 Verkaufsstellen steht der Betrieb für handwerkliche Kontinuität in der bayerisch-oberösterreichischen Grenzregion. Die Übernahme von Kletzl im Jahr 2025 gilt als weiterer Schritt zur Standortsicherung und zur Stärkung traditioneller Wurstkompetenz beiderseits der Grenze.