Zwischen Rohstoffkrise und Klimavorgaben: Warum Technologie unverzichtbar wird

Zwischen Rohstoffkrise und Klimavorgaben: Warum Technologie unverzichtbar wird
Technologie als Antwort auf steigende Komplexität
Globale Warenströme, volatile Rohstoffmärkte, steigende Energiepreise und wachsender Dokumentationsaufwand prägen die Lebensmittelproduktion zunehmend. Gleichzeitig verändern Konsumverhalten und Klimavorgaben die Anforderungen an Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Genau hier setzt die Anuga FoodTec 2027 an, die von 23. bis 26. Februar 2027 in Köln stattfindet. Unter dem Leitthema „Navigate Complexity. Smart. Safe. Sustainable.“ zeigt die internationale Technologiemesse, wie sich Produktionsprozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger steuern lassen.
Für österreichische Lebensmittelproduzenten und fleischverarbeitende Betriebe sind diese Entwicklungen besonders relevant. Themen wie Rückverfolgbarkeit, Automatisierung oder Energieeffizienz stehen auch hierzulande ganz oben auf der Investitionsagenda.
Daten, Vernetzung und Effizienz
Im Zentrum des Leitthemas stehen digitale und automatisierte Lösungen. Datengestützte Steuerungssysteme, KI-basierte Anwendungen und vernetzte Anlagen sollen helfen, Produktionsabläufe transparenter zu machen und Ressourcen gezielter einzusetzen.
Laut Messeleitung geht es darum, Komplexität nicht nur abzubilden, sondern aktiv beherrschbar zu machen. Digitale Tools unterstützen Entscheidungen in Echtzeit, vom Rohstoffmanagement bis zur Intralogistik.
Sicherheit entlang der gesamten Prozesskette
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Prozess- und Produktsicherheit. Hygienemonitoring, Cybersecurity und lückenlose Rückverfolgbarkeit gewinnen angesichts regulatorischer Vorgaben und internationaler Lieferketten weiter an Bedeutung.
Gerade exportorientierte österreichische Betriebe stehen hier unter Druck, Standards nachweisbar einzuhalten und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Nachhaltigkeit wird Produktionsfaktor
Der dritte Themenblock adressiert Energieeffizienz, Ressourcenschonung und zirkuläre Produktionsmodelle. Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend vom Imagefaktor zum betriebswirtschaftlichen Muss.
Technologien zur Wärmerückgewinnung, optimierte Wasserverbräuche oder alternative Verpackungslösungen gelten als zentrale Stellschrauben moderner Lebensmittelproduktion.
Fachprogramm mit wissenschaftlicher Tiefe
Inhaltlich begleitet wird das Leitthema durch ein Fachprogramm in Kooperation mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Ziel ist es, technologische Entwicklungen nicht nur zu präsentieren, sondern strategisch einzuordnen und praxisnah zu übersetzen.
Damit positioniert sich die Messe erneut als internationale Plattform für Investitionsentscheidungen, Technologietrends und Branchenvernetzung.

