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Leberkäse im Test: überwiegend „gutes“ Ergebnis

Mehrheitlich erfreuliche Ergebnisse förderte der aktuelle Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu Leberkäse zutage, der in Kooperation mit AMA Marketing durchgeführt wurde.

Geprüft wurden 33 Produkte (offen und verpackt angeboten), wobei auch regionale Anbieter aus Niederösterreich, Oberösterreich, Wien und der Steiermark berücksichtigt wurden. Nicht nur, dass die verwendete Fleischqualität bei allen getesteten Proben den Vorgaben des Lebensmittelbuches

entsprach, in einigen Fällen sogar darüber hinaus. Die große Mehrheit erzielte auch im

Gesamturteil eine zumindest „gute“ Bewertung. Lediglich zwei Leberkäs-Produkte, Spar Natur pur Bio-Leberkäse und Gumprecht Pferde Leberkäse, konnten im Vergleichstest nicht mithalten. Beide wurden mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet, da sie am letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr für den Verzehr geeignet waren. Sowohl Spar als auch Gumprecht haben in einer dem VKI vorliegenden Stellungnahme bereits interne Überprüfungen angekündigt sowie Maßnahmen zur Verkürzung des Mindesthaltbarkeitsdatums gesetzt bzw. angedacht.


Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung



Wo „hergestellt in Österreich“ draufsteht, müssen nicht ausschließlich österreichischeRohstoffe enthalten sein. Da die Herkunft von Lebensmitteln vielen österreichischenKonsumenten wichtig ist, bat der VKI die Hersteller schriftlich um Auskunft, welche auch

meist bereitwillig antworteten. „Dieser Umweg war deshalb notwendig, da derzeit nur fürRindfleisch EU-weit ein Rückverfolgungs- und Kennzeichnungsprogramm vorgesehen ist“,erklärt Floss. „Für das Fleisch anderer Tierarten und für verarbeitete Fleischprodukte wäredies im Sinne der Konsumenten durchaus wünschenswert. Zumindest für andereFleischsorten wie Schwein ist eine solche aber erfreulicherweise bereits in Planung.“


Fleisch stammt meist aus Österreich



Es gibt aber sehr wohl Kontrollsysteme für die Fleischherkunft auf freiwilliger Basis. So trugetwa jeder zweite Leberkäse im Test ein Gütesiegel der AMA. Doch auch bei den Produktenohne AMA-Siegel gaben die Produzenten überwiegend an, ausschließlich Fleisch heimischerTiere für die Leberkäse-Produktion zu verwenden. Unklar blieb die Herkunft der Rohstoffebei Greisinger (Gourmet-Leberkäse und Gourmet-Leberkäse Pute), obwohl gerade dieserdie österreichische Herkunft auf den Produktpackungen deutlich herausstrich.Bei dem in Deutschland hergestellten Bayrischen Leberkäse der Marken Dulano, Penny undMühlenhof stammte das dort ausschließlich enthaltene Schweinefleisch aus Deutschlandoder anderen EU-Ländern. Radatz, der auch die Marken Clever und Landauer produziert,gab an, die Schweinefleischanteile in dem von ihm produzierten Leberkäse von deutschenSchlachthöfen zu beziehen – was allerdings nicht bedeutet, dass es sich damit automatischum deutsches Schweinefleisch handelt. „Wer jedenfalls Wert auf die Herkunft des Fleisches aus Österreich legt, kann sich gut an Produkten mit einem AMA-Gütesiegel orientieren“, rät Floss an.


Schwere Kost – leichtere Alternativen



Leberkäse ist erwartungsgemäß kein Diätgericht. Die fettreichsten Produkte im Testbestanden dann aber doch zu einem überraschend hohen Anteil aus Fett. Bei drei Produkten(Mühlenhof Bayrischer Leberkäse-Aufschnitt, Penny Bayrischer Leberkäse und Spar Naturpur Bio-Leberkäse) lag dieser bei mehr als einem Viertel, was auf die ausschließlicheVerwendung von Schweinefleisch zurückzuführen ist.Die fettärmste Variante war dagegen Lucky-fit Rind-Fleischkäse gebraten mit elf Prozent

Fettgehalt. Damit befindet sich dieser in derselben Liga wie die vier getestetenPutenleberkäseprodukte, die von Haus aus fettärmer sind. In Kalorien ausgedrückt kommtMühlenhof auf 303 kcal pro 100g, während etwa Hofstädter Puten Leberkäse mit elf ProzentFett dagegen nur 157 Kalorien aufweist. www.konsument.at

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