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EU-Agrarmärkte bis 2024: Produktionszuwächse ohne Preiseinbußen erwartet

Europäische Kommission setzt auf Exporte

Die EU-Kommission rechnet mit guten Absatzmöglichkeiten auf dem Weltmarkt, die einen Zuwachs der Erzeugung ohne Preiseinbußen zulassen, wie aus ihrer mittelfristigen Vorausschau für die EU-Agrarmärkte hervorgeht. Überschüsse werden demnach den Absatz von landwirtschaftlichen Produkten in den kommenden zehn Jahren kaum belasten.
Ausgehend von einer stabilen Getreideproduktion setzt die Brüsseler Behörde die Erzeugung in der EU im Jahr 2024 auf 317 Mio. t an. Der Anteil von Weizen und Mais wird daran weiter zunehmen. Trotz der leicht ansteigenden Erzeugung geht die Kommission von einem Bestandsabbau aus. Sie begründet dies mit weiterhin guten Exportmöglichkeiten und einer steigenden Nachfrage nach Futtermitteln auf dem EU-Binnenmarkt. Der Nachfrageboom nach Getreide für die Bioethanolherstellung ist dagegen nach ihrer Ansicht vorbei. Der Getreidepreis wird im Durchschnitt der kommenden Jahre bei 180 Euro pro t liegen, also nicht mehr so hoch wie 2010 bis 2012.
Auch was den Export von Schweinefleisch angeht, bleibt die EU-Kommission optimistisch. Sie geht von einer Steigerung der Ausfuhren auf 2,5 Mio. t bis 2024 aus, was einem Zuwachs von 20% entspricht. Der wichtigste Absatzmarkt bleibt China, wo die Nachfrage nach Fleisch der immerhin steigenden heimischen Erzeugung vorauseilt. Auch Vietnam und die Philippinen kommen als Käufer für Schweinefleisch aus der EU in Frage. Was Russland angeht, bleibt die EU-Kommission vorsichtig. Selbst wenn im kommenden Jahr das Einfuhrverbot aufgehoben werden sollte, führe der höhere Selbstversorgungsgrad in Russland zu niedrigeren Importen, argumentiert die EU-Kommission.(aiz)

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