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Wiesbauer behauptet sich im schwierigen Marktumfeld

Wiesbauer erzielt 2025 einen Gruppenumsatz von 272 Mio. Euro. Zukäufe, Investitionen in Automatisierung und ein starker Wiener Stammbetrieb prägen den Ausblick 2026.

Wiesbauer erzielt 2025 einen Gruppenumsatz von 272 Mio. Euro. Zukäufe, Investitionen in Automatisierung und ein starker Wiener Stammbetrieb prägen den Ausblick 2026.
Thomas Schmiedbauer : „Auch 2026 wird voraussichtlich ein sehr schwieriges Jahr für unsere Branche.“ Dennoch überwiegt vorsichtiger Optimismus. © Philipp Lipiarski

Wiesbauer behauptet sich im schwierigen Marktumfeld

Solides Ergebnis trotz Gegenwind

Die Wiesbauer Holding blickt auf ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr 2025 zurück. In einem weiterhin angespannten Marktumfeld erreichte die Unternehmensgruppe einen Gruppenumsatz von 272 Mio. Euro und konnte sich damit stabil behaupten.

Tragende Säule bleibt der Wiener Stammbetrieb, die Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten GmbH. Mit einem Umsatz von 120 Mio. Euro (2024: 118 Mio. Euro) und einem Absatz von 12.500 Tonnen wurde das Vorjahresniveau nicht nur gehalten, sondern leicht gesteigert. Auch der Export entwickelte sich positiv, der Auslandsanteil liegt mittlerweile bei über 53 Prozent, vor allem getragen durch den deutschen Markt.

Zuwächse in Salzburg, Ungarn und im Gastro-Segment

Positive Impulse kamen 2025 auch aus den Tochterunternehmen. Der Salzburger Betrieb Senninger steigerte seinen Umsatz auf 17 Mio. Euro, Wiesbauer Dunahús in Ungarn erreichte 23 Mio. Euro. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei Wiesbauer Gourmet aus: Der Umsatz stieg von 81 Mio. auf 112 Mio. Euro.

Dieser Sprung ist auf strategische Zukäufe zurückzuführen. Mit der Übernahme der FirmaKabinger in Payerbach (Niederösterreich) im Jahr 2024 sowie des Wiener Traditionsbetriebs Trünkel im Jahr 2025 wurde das Portfolio des Gastro-Fleischspezialisten in Sitzenberg-Reidling gezielt erweitert. Beide Betriebe sind mittlerweile erfolgreich in die Holding integriert und tragen gemeinsam mehr als 20 Mio. Euro zum Umsatz von Wiesbauer Gourmet bei.

Führung zeigt sich realistisch, aber zuversichtlich

„Mit der Entwicklung muss man sich angesichts der aktuellen Wirtschaftssituation zufrieden geben“, sagt Thomas Schmiedbauer, Geschäftsführer der Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten GmbH und Vorstandsvorsitzender der Wiesbauer Holding AG. Trotz hoher Kosten und schwieriger Rahmenbedingungen sei es gelungen, die Unternehmensgruppe positiv weiterzuentwickeln.

Für 2026 rechnet Schmiedbauer nicht mit einer raschen Entspannung: „Auch 2026 wird voraussichtlich ein sehr schwieriges Jahr für unsere Branche.“ Dennoch überwiegt vorsichtiger Optimismus. Wiesbauer wolle weiterhin zuversichtlich und innovationsfreudig bleiben.

Investitionen in Wien: Automatisierung und Energieeffizienz

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, plant Wiesbauer Wien umfassende Investitionen in moderne Automatisierungslösungen. Der Einsatz von KI und Robotik soll Produktions- und Absatzmengen steigern, bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe derzeit 935 Personen, davon rund 500 am Standort Wien.

Parallel dazu wird die Energieeffizienz weiter verbessert, unter anderem durch den Ausbau der Photovoltaikanlage. Das Investitionsvolumen für 2026 beläuft sich insgesamt auf rund 7 Mio. Euro.

Produktneuheiten mit Augenmaß

Auch im kommenden Jahr sind Produktneuheiten geplant. Der Fokus liegt jedoch darauf, bereits eingeführte Innovationen weiter im Handel zu verankern. „Neue Ideen haben wir genug. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen setzen“, so Schmiedbauer. Entscheidend bleibe letztlich die Produktqualität: „Wenn Produkte und Geschmack passen, brauchen wir uns um den Umsatz keine Sorgen zu machen.“