Fleisch & Co: Die Metzgerei Ho?ller betreibt nach dem Umbau und der Erweiterung einen hybriden Laden in Bedienung und zur Selbstbedienung. Worauf war in der Planung besonders zu achten?
Ernst Sommerauer: „Die Familie Ho?ller agiert sehr weitsichtig, hat fru?h erkannt, dass es zunehmend schwieriger wird, genu?gend Mitarbeitende zu finden, um den Laden komplett in Bedienung zu betreiben. Bei der Planung des Fla?chenlayouts und der Fassade galt es, die Customer-Journey wa?hrend der O?ffnungszeiten mit Bedienung und der O?ffnungszeiten ohne Mitarbeitende zu beru?cksichtigen. Zudem besteht die Mo?glichkeit, dass auch wa?hrend der O?ffnung mit Bedienung im SB-Bereich eingekauft werden kann. Deshalb wurde der Bereich mit 40 m2 auch recht großzu?gig gestaltet.“

Zufriedene Gesichter bei Fleischerfamilie und Ladenbauprofi (v. l.): Stefan Ho?ller,
Reinhard Gross – Aichinger Projektleiter,
Magdalena & Karl Ho?ller. © HaRo

Fleisch & Co: Sie haben in einem fru?heren Interview in Fleisch & Co dafu?r pla?diert, den Zugang und die Bezahlung in Smart-Stores mo?glichst barrierefrei und einfach zu gestalten. Wurde das umgesetzt?
Ernst Sommerauer: „Ja, die Familie Ho?ller hat sich fu?r eine barrierefreie und kundenorientierte Lo?sung entschieden, die deshalb auch sehr gut angenommen wird. In der Schließzeit des Bedienbereichs erfolgt der Zugang mit einer Bankomatkarte. Bezahlt wird mit der Bankomatkarte oder an einem Bargeldautomaten.“

Fleisch & Co: Es wurde nicht nur den Laden umgebaut und erweitert, sondern auch die Fassade geo?ffnet. Warum haben Sie die aufwendige Maßnahme empfohlen?
Ernst Sommerauer: „Der Laden steht an einer stark befahrenen Bundesstraße. Mit der Glasfassade wird der Laden noch viel besser von Vorbeifahrenden wahrgenommen. Das barrierefreie Zugangs- und Bezahlkonzept des Smart-Stores brauchte zudem ein ,Korrektiv‘. Die bodentiefen Glaselemente schaffen maximale Transparenz und verhindern zusammen mit den U?berwachungskameras Vandalismus und Diebstahl.“

Im SB-Bereich in der Hybrid-Fleischerei Höller steht das neue TOPSpot ECOplus Kühlmöbel, das bis zu 55 Prozent weniger Energie benötigt als ein herkömmliches SB-Kühlmöbel.“ © Henry Gasselich

Fleisch & Co: Die Energieeffizienz von Ku?hltheken steht spa?testens seit den stark gestiegen Energiekosten im Fokus. Welche Lo?sungen zeichnen die Metzgerei Ho?ller aus?
Ernst Sommerauer: „Die Familie Ho?ller hat sich bereits vor 20 Jahren fu?r eine zukunftsweisende Soleku?hlung entschieden. Dabei fließt die Sole direkt durch den Verdampfer und es werden keine Expansionsventile beno?tigt. Dazu wird eine sehr geringe Menge an Ka?ltemittel – und diese nur außerhalb des Ladenlokales – beno?tigt, um die Sole zu ku?hlen. Unsere Ku?hltheke Sirius®3 la?sst sich neben der Soleku?hlung mit sa?mtlichen am Markt ga?ngigen Ka?ltemitteln betreiben: beispielsweise mit Ka?ltemitteln, die im gesamten Kreislauf eingesetzt werden, zudem mit Lo?sungen mit dem Ka?ltemittel Propan und Wa?rmetauschern in der Theke, bei der die warme Energie u?ber eine Sole nach dem Water-Loop-Prinzip nach außen gefu?hrt wird. Im SB-Bereich steht der neue TOPSpot ECOplus (siehe Bild oben), der bis zu 55 Prozent weniger Energie beno?tigt als ein herko?mmliches SB-Ku?hlmo?bel.“