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Fleischersatz im DACH-Raum: Reduktion ja, Ersatz mit Ansprüchen

YouGov-Studie: Jede dritte Person im DACH-Raum will weniger Fleisch essen. Warum Fleischersatz in Österreich besonders hohe Ansprüche erfüllen muss.

YouGov-Studie: Jede dritte Person im DACH-Raum will weniger Fleisch essen. Warum Fleischersatz in Österreich besonders hohe Ansprüche erfüllen muss.
Fleischähnlichkeit der Ersatzprodukte: In Österreich ist dieser Aspekt für 44 Prozent der Befragten wichtig. © shutterstock

Fleischersatz im DACH-Raum: Reduktion ja, Ersatz mit Ansprüchen

Fleischersatz erreicht neue Zielgruppen

Produkte aus Fleischersatz gewinnen im Zuge der Debatten rund um Klimawandel, Gesundheit und Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Laut einem aktuellen Branchenreport des Marktforschungsinstituts YouGov wollen im DACH-Raum durchschnittlich 33 Prozent der Bevölkerung ihren Fleischkonsum reduzieren. Die Kategorie spricht dabei längst nicht mehr nur vegetarisch oder vegan lebende Personen an.

In Österreich geben 32 Prozent der Befragten an, weniger Fleisch essen zu wollen. In Deutschland liegt der Wert bei 31 Prozent, in der Schweiz bei 37 Prozent. Gleichzeitig konsumieren rund 70 Prozent der Menschen in der DACH-Region zumindest gelegentlich vegetarische oder vegane Fleisch- und Wurstersatzprodukte.

Umwelt, Tierwohl und Gesundheit als Kaufmotive

Der neue Branchenreport „Fleischersatz im DACH-Raum“ analysiert den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus Konsumentensicht. Zentrale Kaufmotive sind laut YouGov Umweltaspekte, Tierwohl und gesundheitliche Überlegungen. Diese Faktoren prägen die grundsätzliche Offenheit gegenüber alternativen Produkten.

Gleichzeitig zeigen sich weiterhin relevante Hürden. Geschmack, Preisniveau und der Eindruck einer starken Verarbeitung zählen zu den wichtigsten Barrieren. Ihre Bedeutung variiert dabei deutlich je nach Markt.

Österreich legt Wert auf Fleischähnlichkeit

Besonders klar treten länderspezifische Unterschiede bei der Erwartung an die Ähnlichkeit von Fleischersatz zu echtem Fleisch zutage. In Österreich ist dieser Aspekt für 44 Prozent der Befragten wichtig. In Deutschland teilen 32 Prozent diese Ansicht, in der Schweiz lediglich 26 Prozent.

Auch Kriterien wie Aussehen, Verarbeitung und Produktbezeichnung werden hierzulande stärker gewichtet als in den Nachbarländern. Deutschland liegt in vielen Punkten zwischen Österreich und der Schweiz. Der Befund deutet darauf hin, dass Konsument:innen in Österreich bei Fleischersatzprodukten besonders hohe Anforderungen an Nähe, Orientierung und sensorische Qualität stellen.

Marken unter der Lupe

Neben der Kategoriebewertung analysiert der Report auch die Markenlandschaft im Fleischersatzsegment. Anhand eines Brand Funnels für mehr als 20 relevante Marken im DACH-Raum wird aufgezeigt, wie erfolgreich diese Konsument:innen von der Bekanntheit bis zur Loyalität führen – und an welchen Stellen Potenziale ungenutzt bleiben.

Für Hersteller, Marken und Handel liefert der Report damit eine fundierte Grundlage, um Positionierung, Kommunikation und Sortimentsstrategien im Fleischersatzmarkt gezielt weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zum Report unter yougov.com.