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Tüv Süd räumt Fehler ein

Eine Tochterfirme des internationalen Dienstleisters wurde wegen Defiziten bei der IFS-Zertifizierung für drei Monate gesperrt – die Sicherheit von Lebensmitteln war jedoch nie in Gefahr, beanstandet wurden lediglich administrative Mängel

Wie erst jetzt bekannt wurde, darf eine deutsche Tochterfirma des Tüv Süd darf wegen Fehlern bei der Zertifizierung für drei Monate keine sogenannten IFS- Food-Zertifikate für die Lebensmittelbranche mehr ausstellen. Eine Sprecherin des Mutterkonzerns bestätigte in München einen Bericht der „Welt“. Die dreimonatige Zeitstrafe endet in einer Woche. Wie die Sprecherin sagte, habe es mehrere formale Fehler bei den Prüfverfahren gegeben, mit denen vor allem Managementprozesse in der Lebensmittelindustrie überprüft werden. Die von Industrie und Handel festgelegten Verfahren sollen der Lebensmittelsicherheit und der Qualitätssicherung dienen und unterliegen selbst strengen Regeln. Ein großer Teil der Branche beteiligt sich an diesem Verfahren.



So dürfe etwa ein Prüfer maximal dreimal in Folge denselben Betrieb prüfen. Es habe aber Fälle gegeben, in denen ein Mitarbeiter viermal ein Zertifikat ausgestellt habe. Ein Sprecher von IFS sagte, die Beanstandungen hätten nicht die Sicherheit von Lebensmittel betroffen, sondern vor allem administrative Fragen. Allerdings habe es auch Beanstandungen der Prüfverfahren gegeben – etwa bei der Zeit, die ein Prüfer in einem Betrieb verbringt. Auch die Arbeit einer österreichischen Firma sei bestandet worden. Der Tüv Süd betonte, dass die vergebenen Zertifikate nicht bestandet wurden und ihre Gültigkeit behielten. Seine Kunden konnte der Tüv Süd durch eine andere Tochterfirma trotz der Zeitstrafe weiterhin prüfen. (Red./dpa)

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