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EU-Schweinemarkt: Preisbewegung bleibt aus

Der europäische Schweinemarkt ist derzeit von unterschiedlichen, zum Teil sogar gegensätzlichen Verhältnissen zwischen Lebend- und Fleischmarkt charakterisiert.

Demzufolge herrscht auf Erzeugerebene Unverständnis dafür, dass keine Bewegung in das Preisgeschehen am Lebendmarkt kommt. Der Unmut ist nachvollziehbar, denn das Preisniveau liegt heuer zwischen 10 und 13% unter der vergleichbaren Vorjahresperiode. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften in Deutschland (+/- 0,00) steht noch unter dem Eindruck der Verluste, die sich infolge der harten Hauspreispolitik der namhaften Abne hmer in den letzten Wochen ergeben haben. Als Folge dessen war das Engagement für eine Erzeugerpreisverbesserung sehr verhalten. Am Fleischmarkt wird die Situation mit dem Begriff „Flaute“ umschrieben. „Russland fehlt zur Gänze und Asien läuft schlecht“, erklärt ein Insider die Situation. Die Mittelmeerländer erwarten wenigstens in den nächsten Wochen Impulse seitens des Sommertourismus.

Weiterhin leer gefegt zeigt sich der österreichische Schlachtschweinemarkt. Demzufolge unterschreitet erstmals in diesem Jahr das Schlachtgewicht die 97 kg Linie. Auf der Suche nach einer Begründung für die Schlachtschweineknappheit gibt der Ferkelmarkt im Frühjahr Aufschluss, weiß Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse. Dort gab es in den Monaten März und April eine mehrprozentige Unterschreitung des Fünf-Jahres-Durchschnitts. Aufgrund der bestehenden Preisrelation zum deutschen Markt gab es an der Österreichischen Schweinebörse heftigen Widerstand seitens der Abnehmer im Bemühen, den Erzeugerpreis anzuheben. Vor diesem Hintergrund wurde hierzulande die Mastschweine-Notierung auf unverändertem Niveau von 1,48 Euro (Berechnungsbasis: 1,38 Euro) je kg Schlachtgewicht fixiert.

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