Legehennen-Betriebe ko?nnen ihren CO2-Ausstoß massiv reduzieren, wenn sie auf regionales zertifiziertes Soja und andere heimische Leguminosen setzen –, das zeigt eine aktuelle Studie eindeutig. Im Jahr 2021 beauftragte Donau Soja das renommierte Forschungsinstitut fu?r biologischen Landbau (FiBL) O?sterreich, die Effekte bei Verwendung von Donau Soja/Europe Soya-zertifizierten Produkten in der CO2-Bilanz der Schalen-Eier des Geflu?gelhofs Teichweiden zu untersuchen. Die Prima?rdatenerhebung erfolgte September bis November 2021.

Anfang Ma?rz wurden die Ergebnisse mit der deutschen Agrarministerin Susanna Karawanskij pra?sentiert. Im Vergleich zum deutschen Durchschnittsei fu?hrt der Teichweiden-Futtermix neben anderen Faktoren wie geringeren Stallemissionen zu einer beeindruckenden CO2-Reduktion um rund die Ha?lfte! „Nach dem Vorbild des Geflu?gelhofs Teichweiden ko?nnen deutschlandweit circa 1,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Das entspricht den Emissionen der Gesamtbevo?lkerung von Jena“, so Susanne Fromwald, Senior Advisor des Vereins Donau Soja.

Minus 49% CO2-Ausstoß

2020 konsumierten Menschen in Europa durchschnittlich 237 Eier, 117 Kilogramm verschiedener Milchprodukte, 58 Kilo Schweinefleisch, Geflu?gel, Rindfleisch und anderes Fleisch sowie zwei Kilo Zuchtfisch. In einigen Fa?llen, wie bei Huhn und Lachs, ist die Menge an Sojafutter fast gleich der des produzierten Lebensmittels. 95 Gramm Soja werden beno?tigt, um 100 Gramm Zuchtlachs und 96 Gramm Soja fu?r 100 Gramm Hu?hnerbrust zu produzieren. „Wir alle stehen vor der Herausforderung, unseren CO2-Fußabdruck massiv zu verkleinern“, sagt Annerose Blo?ttner, Gescha?ftsfu?hrerin des Geflu?gelhofs Teichweiden. „Es lag also nahe, dass wir den Fußabdruck fu?r unsere Legehennenhaltung und Eierproduktion ermittelt haben wollten. Seit sieben Jahren setzen wir in unserem Legehennenfutter gentechnisch unvera?ndertes Soja aus europa?ischem Anbau ein. Dafu?r sind wir oft von BerufskollegInnen bela?chelt worden, da europa?isches Soja teurer als U?berseesoja ist. Jetzt sind auch die VerbraucherInnen sensibilisiert und finden die Verwendung von europa?ischem Soja beispielhaft“, ist Blo?ttner u?berzeugt.

© Donau Soja

O?sterreich in der Vorreiterrolle.

Wa?hrend in O?sterreich die Legehennen bereits weitestgehend mit Donau Soja gefu?ttert werden, besteht in Deutschland enormes Potenzial fu?r die Verkleinerung des o?kologischen Fußabdrucks. Von 3,5 Millionen Ton- nen Soja, die ja?hrlich in Deutschland verbraucht werden, sind nur etwa ein Viertel garantiert entwaldungsfrei.