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Wlodkowski: Wer Hühnerhaltung verteufelt, fördert Chlorhendl-Importe

Ein geplanter Masthühnerstalls sorgt für Wirbel in der Steiermark. Es hagelt  Proteste seitens Tierschützer und Anrainer, LK-Präsident bestätigt die Erfüllung aller Tierhaltungs- und Umweltauflagen

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodowski, ist verschnupft. Denn seit Tagen hagelt es Proteste gegen einen geplanten Masthühnerstall für 40.000 Tiere im Südoststeirischen Gosdorf. Konkret befürchten Anrainer gesundheitliche Mehrbelastungen und die Verunreinigung des Naturschutzgebietes. Auch die Massentierhaltung ist vielen ein Dorn im Auge. Am Mittwoch, 29. Jänner, legte der Verein gegen Tierfabriken in einer offiziellen Kundgebung vor dem Sitz der LK Österreich in der Wiener Innenstadt in Sachen Proteste noch eins drauf. Vier tote Hühner aus Masttierhaltung wurden aus Demonstrationszwecken vor Türen der Kammer gelegte. Massentierhaltung sei keine Lösung, tönte die Organisation.


„Sicherheiten gegeben“

Wlodkowski entgegnet den Kritikern mit offiziellen Behördenbescheiden. „Bei der Standortwahl des geplanten Stalles wurde allergrößte Vorsorge dafür getroffen, diesen dort zu bauen, wo größtmöglicher Anrainerschutz gegeben ist und alle Anforderungen des Umweltschutzes erfüllt sind”, stellte der LK-Präsident klar. „Der Stall steht nicht im Umweltschutzgebiet und auch nicht im Grundwasserschutz- und Schongebiet. Das Land Steiermark bestätigte durch einen Feststellungsbescheid, dass dieser Standort Anrainern und Umwelt Sicherheit gibt“, fährt Wlodkowski fort. Auch den Gegnern der Massentierhaltung entgegnet er mit klaren Argumenten: „Der Stall wird nach den modernsten Anforderungen in Sachen Tierschutz und Tierwohl errichtet werden. Die Tiere haben ausreichend Platz, Tageslicht sowie täglich frische Einstreu. Eine moderne Klimaanlage sorgt für ständig frische Luft und Wohlbefinden. Außerdem haben die Tiere immer und jederzeit Zugang zum Futter und zu frischem Wasser”, erläuterte der Präsident. Außerdem wurde darauf geachtet, dass das Geflügel seine natürlichen Instinkte, wie Scharen und Picken in der Einstreu, ausleben kann. Auch auf entsprechendes Beschäftigungsmaterial wurde geachtet.


Österreich kein Selbstversorger bei Hühnerfleisch

Auch gilt zu bedenken, dass Österreich nur zu 83% Selbstversorger in Sachen Hühnerfleisch ist. „Wer die heimische Geflügelhaltung mit falschen Behauptungen verteufelt, der fördert den Import von Hühnerfleisch aus Ländern wie China, Thailand oder Brasilien“, so Wlodkowski. Und die Produktions- und Verarbeitungsbedingungen in diesen Ländern sind bekannt. Auch Nachbearbeitungen mit Chlorlaugen zur Desinfektion, in medialen Berichten auch Chlorhühner genannt, ist dann nicht ausgeschlossen. (Red./AIZ/OTS)

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