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Grüne Woche: Debatten über Lebensmittelproduktion

Begleitet von Forderungen nach mehr Tierschutz hat in Berlin die weltgrößte Agrarmesse Grüne Woche begonnen. Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte beim Eröffnungsrundgang, angesichts niedriger Preise gehe es auch um ein größeres Verständnis dafür, dass Regionalität, Tierwohl und nachhaltige Produktion ihren Preis wert seien.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte, Erzeuger und Verbraucher könnten mit ihrem Verhalten zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Am Rande des Rundgangs gab es wie in den Vorjahren auch kurze Protestaktionen von Tierschützern. Der Deutsche Tierschutzbund weitet sein Siegel nun auch auf Eier aus. Es steht für Haltungsformen, die den Legehennen mehr Platz und Beschäftigung in den Ställen sichern. Ihre Schnäbel dürfen nicht gestutzt werden, wie der Verein auf der Grünen Woche mitteilte.

Der Bundesverband Tierschutz startete eine Kampagne gegen das Stutzen von Schwänzen bei Schweinen. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte ein Umsteuern der Landwirtschaft. Viele Menschen wollten keine industrielle Massentierhaltung, die Tieren schade sowie Boden, Luft und Wasser verschmutze, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Samstag wollen in Berlin Tausende Menschen für und gegen konventionelle Landwirtschaft in Deutschland demonstrieren. Die Bauern gehen pessimistisch in ihren diesjährigen Jahresauftakt. Grund sind gesunkene Preise für Milch, Fleisch und Getreide.

Bis zum 24. Jänner werden mehr als 400.000 Menschen auf der Grünen Woche erwartet. Die Messe begann unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen, es gab stichprobenartige Taschenkontrollen an den Eingängen, Polizisten liefen in den Hallen Streife. Die Veranstalter betonen jedoch, es gebe keine besondere Gefährdungslage für die Schau.

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